NaturWissenschaft und Technik

In dieser Veranstaltungsreihe werden aktuelle Themen und Forschungsprojekte aus den physikalischen Wissenschaften allgemeinverständlich präsentiert. Namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellen ihre Ergebnisse vor. Die Bandbreite der Themen geht dabei auch in andere naturwissenschaftliche sowie naturphilosophische Bereiche hinein.

 

Programm 2020 (wird fortlaufend ergänzt)

Bis auf Weiteres fallen alle Veranstaltungen aus
 

 

 

Planung Januar - April 2020
28. Januar Vom Brückenbau bis zur Weltraumstation – Faszination Werkstofftechnik Sonderkolloqium
05. Februar Exoskelette – Biologie-Technik-Schnittstellen Dr. med. Urs Schneider
19. Februar Ionenstrahlen gegen Krebs – the magic bullets? Prof. Dr. Klemens Zink
18. März Intelligent umgeben: Von High-Tech im Alltag bis Alltag dank High-Tech Dr. Ing. Serge Autexier
01. April Spektroskopische Diagnostik – Was Licht zur schnellen Charakterisierung von Infektionen und Sepsis beitragen kann Prof. Dr. Ute Neugebauer
29. April Techniken der Strahlentherapie im Wandel der Zeit PD Dr. phil. nat. Ulla Ramm

 

Themenbeschreibung

 

Dienstag, 28. Januar 2020, 15 - 18:30 Uhr
„Vom Brückenbau bis zur Weltraumstation – Faszination Werkstofftechnik“
29. Frankfurter Sonderkolloquium der Reihe Technik und Gesellschaft im Dialog.

 

Gemeinsame Veranstaltung von DECHEMA, Physikalischer Verein, GDCh, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, DVS, VDI, DBG

Brückenbau
Bild: Pixabay - Yvon Guignard
Programm:

Begrüßung und Moderation

Dipl.-Ing. Rainer Böddecker, DVS-Bezirksverband Rhein-Main
Dr. Jörg Ellermeier, MPA Darmstadt

Rheinbrücke Wiesbaden-Schierstein - nachhaltiger Ressourceneinsatz im Brückenbau
Johannes Springer, Weihermüller & Vogel GmbH, Berat. Ingenieure für Bauwesen – Prüfingenieure, Wiesbaden

Fügetechnik 2030 – Herausforderungen und Lösungsansätze
Prof. Dr. Ing. Uwe Reisgen, Institut für Schweißtechnik und Fügetechnik (ISF), RWTH Aachen

Aktuelle und zukünftige Herstellungstechnologien und Tests von Raketenantrieben und deren Komponenten
Dr. Jörg Riccius, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Lampoldshausen

Aktuelle Entwicklungen und Zukunft der bemannten und robotischen Raumfahrt in Europa unter Berücksichtigung der Werkstofftechnik und notwendigen Lebenserhaltungssystemen
Dr. Thomas Reiter, ESA (European Space Agency)


Ort: DECHEMA HAUS, Theodor-Heuss-Anlage 25, 60486 Frankfurt am Main
Eintritt frei, Anmeldung erwünscht, Anmeldung nur bei DECHEMA e.V.

 

 

Themenreihe: „Alles für die Gesundheit: Physik und High-Tech in der Medizin“

Alles für die Gesundheit
Bild: unbekannt
Mittels Licht Infektionen rasch erkennen und bestimmen, mittels Exoskelett sich wieder bewegen können trotz Lähmung, mittels intelligenter Wohnumgebung bis ins hohe Alter den Alltag meistern, mittels neuer Strahlentherapien Krebserkrankungen wirksam behandeln: der Einsatz von High-Tech, Datenverarbeitung und modernen physikalischen Methoden ist in Medizin und Gesundheitswesen nicht mehr wegzudenken. In insgesamt fünf Vorträgen werden aktuelle Forschungsvorhaben vorgestellt.

 

Mittwoch, 5. Februar 2020, 19:30 Uhr
Exoskelette – Biologie-Technik-Schnittstellen
Dr. med. Urs Schneider, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart
Exoskelette sind äußere Stützstrukturen: als Rumpfpanzer bei Insekten, als Orthesen in der Medizin, als passive oder aktive Systeme für medizinische Rehabilitation und bei der Arbeit.
Diese Biologie-Technik-Schnittstellen verschmelzen in der aktuellen Forschung immer mehr und werfen täglich neue herausfordernde Fragen auf.
Ein Überblick über Systeme und deren Funktionen und Anwendungen wird gegeben. Beispielhaft werden verschiedene Forschungsfragen herausgepickt und mit den Zuhörern diskutiert.
Stuttgart ExoJacket
Bild: Fraunhofer IPA

 

Ort: Physikalischer Verein – Hörsaal, Robert-Mayer-Straße 2, Frankfurt (Lageplan: hier)
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.
Mittwoch, 19. Februar 2020, 19:30 Uhr
Ionenstrahlen gegen Krebs – the magic bullets?
Prof. Dr. rer. nat. Klemens Zink, MIT-Marburg und Technische Hochschule Mittelhessen (THM)
Partikeltherapieanlage
Bild: Rainer Wohlfahrt
Mit Hilfe von Operation, Chemotherapie und Strahlentherapie können etwa 50% der Patienten mit Diagnose Krebs geheilt werden. Bei ausgewählten Tumorerkrankungen (z.B. Lungenkrebs, bestimmte Hirntumore) sind die Prognosen für die Patienten allerdings noch immer sehr schlecht. Mit der sogenannten Partikeltherapie kann diese Situation verbessert werden. Hierbei wird der Tumor mit hochenergetischen Ionen bestrahlt, d.h. winzigen atomaren Teilchen, mit denen das Tumorgewebe millimetergenau vernichtet werden kann. Eine der beiden in Deutschland existierenden Partikeltherapieanlagen wird seit 2015 vom Universitätsklinikum Gießen-Marburg betrieben. Der Vortrag stellt die physikalischen, technischen und strahlenbiologischen Grundlagen der Partikeltherapie vor und zeigt Vorteile sowie Limitationen dieses neuen Verfahrens auf. Welche Weiterentwicklungen gibt es, um auch bewegte Tumore – beispielsweise aufgrund der Atmung des Patienten – besser behandeln zu können?

 

Ort: Physikalischer Verein – Hörsaal, Robert-Mayer-Straße 2, Frankfurt (Lageplan: hier)
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.

 

Mittwoch, 18. März 2020, 19:30 Uhr
Intelligent umgeben: Von High-Tech im Alltag bis Alltag dank High-Tech

Vortrag FÄLLT AUS
Dr.Ing. Serge Autexier, Cyber-Physical Systems, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz Bremen
Handy-Montage
Bild: Serge Autexier
Ein sprechender Kleiderschrank, der bei der Auswahl der Kleidung behilflich ist, ein Rollator der auf Fehlhaltungen hinweist oder ein elektrischer Rollstuhl, der den Menschen automatisch zum Einkaufen und wieder nach Hause fährt: Technische Systeme erleichtern und bestimmen zunehmend nicht nur unseren Alltag, sie können uns auch helfen den Alltag sicherer und länger selbständig zu meistern. Anhand ausgewählter Beispiele gibt der Vortrag einen Einblick in Zielsetzungen aktueller Forschungen und Entwicklungen zu technischen Assistenzsystemen als Alltagsbegleiter und -helfer im Kontext des Bremen Ambient Assisted Living Lab (BAALL).

 

Ort: Physikalischer Verein – Hörsaal, Robert-Mayer-Straße 2, Frankfurt (Lageplan: hier)
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.

 

Mittwoch, 1. April 2020, 19:30 Uhr
Spektroskopische Diagnostik – Was Licht zur schnellen Charakterisierung von Infektionen und Sepsis beitragen kann

Vortrag FÄLLT AUS
Prof. Dr. Ute Neugebauer, Leibniz-Institut für Photonische Technologien, Jena
Infektionskrankheiten und Sepsis als lebensbedrohliche Komplikation bei Infektionen zählen zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Klinische Studien belegen, dass eine individuell auf den Patienten und seinen Erreger angepasste Therapie in den ersten Stunden die Krankenhaussterblichkeit verringern kann. Dies erfordert jedoch eine schnelle Diagnostik, inklusive einer umfassenden Charakterisierung der Erreger und ihrer Antibiotikaempfindlichkeit. Photonische Techniken bieten hier ein hohes Potential, um die Zeit bis zum Ergebnis für den Arzt dramatisch zu verkürzen. Im Rahmen des Vortrags werden Ihnen zwei photonische Ansätze vorgestellt: 1. Eine umfassende optisch-spektroskopische Charakterisierung bakterieller Infektionserreger in nur wenigen Stunden und 2. Eine schnelle spektroskopie-basierte Charakterisierung der Immunantwort.

Ort: Physikalischer Verein – Hörsaal, Robert-Mayer-Straße 2, Frankfurt (Lageplan: hier)
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.
Spektroskopische Diagnostik
Bild: Sven Döring, Leibniz-IPHT

 

Mittwoch, 29. April 2020, 19:30 Uhr
Techniken der Strahlentherapie im Wandel der Zeit
PD Dr. phil. nat. Ulla Ramm, Klinik für Strahlentherapie, Universitätsklinikum Frankfurt
Strahlentherapie
Bild: Universitätsklinikum Frankfurt
Die Strahlentherapie (Radiotherapie) gehört neben der Operation und der Chemotherapie zu den klassischen „drei Pfeilern“ der Behandlung bösartiger Tumor¬erkrankungen. Die Strahlentherapie stellt dabei eine rein lokale Maßnahme dar, bei der die tumor¬zerstörende Wirkung nur innerhalb der Bestrahlungs¬felder auftritt. Die Bestrahlung selbst erfolgt von außen mit z.B. Linearbeschleunigern (Teletherapie) oder von innen mit umschlossenen Radionukliden (Brachy-therapie). Die technischen Entwicklungen insbesondere der letzten zwei Dekaden gestatten eine präzise und hochkonformale Tumorbehandlung, bei gleichzeitig verbesserter Schonung umliegenden gesunden Gewebes. Der Vortrag präsentiert diese Entwicklung und stellt aktuelle Forschungsansätze vor.

 

Ort: Physikalischer Verein – Hörsaal, Robert-Mayer-Straße 2, Frankfurt (Lageplan: hier)
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.