Astronomie am Freitag 2019

 

 

Veranstaltungsort
Physikalischer Verein - Hörsaal, Robert-Mayer-Straße 2, Frankfurt (Lageplan: hier)

Eintrittspreise
Vorträge Erwachsene
Ermäßigt (Schüler, Studierende,
Azubis, Ruheständler)
Familien (Eltern mit Kindern bis 18 J.)
Mitglieder
6,00 Euro

4,50 Euro
14,00 Euro
frei (werden Sie deshalb Mitglied!)
Keine Voranmeldung erforderlich

 

Vortragsprogramm
Januar - April 2019
18. Januar Das astronomische erste Halbjahr 2019 im Überblick Stefan Karge
25. Januar Der Sternenhimmel in Kunst und Astronomie Ulrike Löffler
Sighard Schräbler
01. Februar Der eingefrorene Nachhall des Urknalls Bruno Deiss
08. Februar Kriminelles aus der Geschichte der Astronomie – von Mördern, Fälschern und Betrügern Patrick Diel
15. Februar Gerd Sandstede-Vortrag: Wie Bunsen und Kirchhoff die Sterne ins Labor holten Friedrich W. Volck
22. Februar Die schwere Geburt eines neuen Weltbildes Rüdiger Brenner
01. März Kilogramm, Meter, Sekunde … das war einmal Friedrich W. Volck
08. März Die Parker Sonnenmission – Abstieg zum solaren Inferno Bruno Deiss
15. März Zur ISS – zum Mond – und weiter… Hartmut Lux
22. März Lebensspender und Schicksalsbringer – unsere Sonne Dietmar Bönning
29. März Massereiche Sterne – Giganten am Himmel Sebastian Heß
05. April Auf der Jagd nach Meteoriten Volker Heinrich
12. April Ich glaube nur, was ich mit eigenen Augen sehe! Friedrich W. Volck
19. April Karfreitag, kein Vortrag  
26. April (Ein-)Blick in die Kinderstuben von Sternen Dietmar Bönning

 

Themenbeschreibung

Fr 18. Januar 2019, 20 Uhr
Das astronomische erste Halbjahr 2019 im Überblick (Stefan Karge)
Gleich zu Beginn des Halbjahres versteckt sich der Mond im Kernschatten der Erde – eine totale Mondfinsternis findet statt. Am Abendhimmel leuchtet weiterhin der Mars, während die strahlende Venus am Morgenhimmel zu bewundern ist. Ab dem Frühsommer glänzen dann die beiden Planeten-Stars um die Wette: der Gasriese Jupiter und sein beringter Kollege Saturn.
Weitere Hinweise und Beobachtungstipps gibt es im Vortrag.
Mond
Bild: Fred Espenak

Fr 25. Januar 2019, 20 Uhr
Der Sternenhimmel in Kunst und Astronomie (Ulrike Löffler und Sighard Schräbler)
The Weather Project
Bild: Tate Modern London
Der bestirnte Himmel spielte in der Kunst immer eine wichtige Rolle. Bereits in den 30.000 Jahre alten Höhlenmalereien von Lascaux vermutet man Darstellungen der Plejaden. Wir spannen einen Bogen von der bronzezeitlichen Himmelsscheibe von Nebra und dem mittelalterlichen Teppich von Bayeux über die Nachtbilder van Goghs, Darstellungen gegenwärtiger Kunst und der Astrofotografie bis hin zu den Skyspaces von James Turrell.

Fr 01. Februar 2019, 20 Uhr
Der eingefrorene Nachhall des Urknalls (Bruno Deiss)
Nach dem Urknall waberten Schallwellen durch das von einem heißen Plasma erfüllten Universum. Sie erzeugten ein Muster von verdichteten Gaswolken: die Keime der ersten Sterne und Galaxien. Bis heute trägt die Verteilung der kosmischen Materie das eingefrorene Muster des „Ur-Sounds“ des Universums in sich und liefert wertvolle Informationen über das Wirken von Dunkler Materie und Dunkler Energie.
Bild
Bild: SCSS

Fr 08. Februar 2019, 20 Uhr
Kriminelles aus der Geschichte der Astronomie – von Mördern, Fälschern und Betrügern (Patrick Diel)
Neptun
Bild: NASA
Betrug und Fälschung haben in der Wissenschaft eine lange und unrühmliche Tradition. Hiervon macht auch die Geschichte der Astronomie keine Ausnahme. Haben Galilei und Newton Daten geschönt? Hat Johannes Kepler Tycho Brahe umgebracht? Welche dramatischen Begleitumstände waren mit der Entdeckung von Neptun verbunden? Bei einer genauen Betrachtung gleichen viele historische Ereignisse einer dramatischen Detektivgeschichte.

Fr 15. Februar 2019, 20 Uhr
Gerd Sandstede-Vortrag

Wie Bunsen und Kirchhoff die Sterne ins Labor holten (Friedrich W. Volck)
„Wir sehen die Möglichkeit ihre Form, … und ihre Bewegung zu bestimmen, aber wir werden niemals wissen, wie ihre chemische Zusammensetzung, … zu untersuchen ist.“ sagte 1835 der Philosoph Auguste Comte. 25 Jahre später beobachteten Bunsen und Kirchhoff ein Feuerwerk mit ihrem Spektralapparat und darauf meinte Bunsen: Warum können wir nicht auch Himmelskörper so untersuchen. Und wie soll das gehen?

Aus Anlass des 90. Geburtstages des Ehrenpräsidenten Dr. Gerd Sandstede.
Bild
Bild: Friedrich W. Volck

Fr 22. Februar 2019, 20 Uhr
Die schwere Geburt eines neuen Weltbildes (Rüdiger Brenner)
Ptolemäisches System
Bild: unbekannt
Welche Stolpersteine / Fehleinschätzungen haben dazu geführt, dass ein nicht korrektes Weltbild mit ruhender Erde im Mittelpunkt für über 2000 Jahre als das allein richtige angesehen wurde? So war es ein langer Weg von der Physik des Aristoteles über den Almagest des Ptolemäus bis hin zu den exakten Rudolphinischen Tafeln eines Johannes Kepler.

Fr 01. März 2019, 20 Uhr
Kilogramm, Meter, Sekunde … das war einmal (Friedrich W. Volck)
Ihr Gewicht (Masse) bezieht sich auf den Kilogramm-Prototyp, der im Bureau International des Poids et Mesures lagert. Und wenn dessen Masse aus welchen Gründen auch immer größer wird, dann wird Ihre Masse – scheinbar – kleiner. Das ist eine schlechte Definition. Deshalb werden die Grundgrößen ab 20. Mai 2019 neu definiert. Warum sollte, warum muss sich etwas ändern, was wird sich ändern?
Urkilo
Bild: Physikalisch-Technische Bundesanstalt

Fr 08. März 2019, 20 Uhr
Die Parker Sonnenmission – Abstieg zum solaren Inferno (Bruno Deiss)
Observing Sun Poster
Bild: Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory
Erstmals soll die Oberfläche und die extrem heiße Atmosphäre der Sonne direkt untersucht werden. Seit August 2018 nähert sich die NASA-Sonde „Parker Solar Probe“ unserem Zentralgestirn. Mit Parkers Messdaten soll die Frage geklärt werden, wie der energiereiche Sonnenwind entsteht, dem die Erde fortwährend ausgesetzt ist. Um zur Sonne zu gelangen, muss die Sonde mehrmals mittels Swing-by-Manövern an der Venus abgebremst werden.

Fr 15. März 2019, 20 Uhr
Zur ISS – zum Mond – und weiter... (Hartmut Lux)
Was gibt es Neues zur ISS, warum wieder zum Mond, und was ist eigentlich mit den bemannten Mars-Missionen los? Der Vortrag zeigt auf, wie der aktuelle Stand der ISS und der Techniken der Versorgungsflüge zur ISS ist. Er zeigt die Hintergründe der geplanten neuen Mond-Missionen auf und warum es mit den geplanten bemannten Mars-Missionen noch etwas dauert.
Bild
Bild: NASA

Fr 22. März 2019, 20 Uhr
Lebensspender und Schicksalsbringer – unsere Sonne (Dietmar Bönning)
Sonne H-alpha
Bild: Dietmar Bönning, Physikalischer Verein
Als massereichstes Objekt steht die Sonne im Zentrum unseres Planetensystems, ihre Strahlung wärmt uns, spendet Licht und liefert somit die Grundlage für Leben auf der Erde. Diese Rolle spielt sie seit etwa 5 Milliarden Jahren. Aber… ist die Sonne eine tickende Zeitbombe? Was passiert, wenn ihr der „Treibstoff“, der Wasserstoff, ausgeht? Freuen Sie sich auf einen Vortrag über das Ende der Welt.

Fr 29. März 2019, 20 Uhr
Massereiche Sterne – Giganten am Himmel (Sebastian Heß)
Die Vielfalt der Sterne reicht bis zu Exemplaren mit über 100 Millionen Sonnenmassen. Solche Sterne befinden sich am maximal möglichen Limit, bei dem ein Stern so viel Strahlung erzeugt, dass er sich fast selbst zerreißt. Ihre Masse, Energie und Leuchtkraft führt zu faszinierenden Effekten, die sie für Astrophysiker zu äußerst spannenden Forschungsobjekten machen. Kann Leben in solchen Sternsystemen existieren?
Massereiche Sterne
Bild: ESO / M. Kornmesser



Fr 05. April 2019, 20 Uhr
Auf der Jagd nach Meteoriten (Volker Heinrich)
Antarctic Search for Meteorites
Bild: NASA
Meteoriten sind in der Forschung und bei Sammlern heiß begehrt. Sie helfen uns, Entstehung und Entwicklung unseres Planetensystems besser zu verstehen, enthalten aber auch Spuren von Materie anderer Sterne und Zeugnisse von Sternexplosionen. Eine kleine Gruppe von Menschen hat die Jagd nach neuen Meteoriten zu ihrem Beruf gemacht. Aber wo muss man suchen, um diese besonders wertvollen „Edelsteine“ zu finden?

Fr 12. April 2019, 20 Uhr
Ich glaube nur, was ich mit eigenen Augen sehe! (Friedrich W. Volck)
„Welche Realität soll etwas haben, das man durch zwei Gläser sieht?“ fragte der bolognienische Professor Giovanni Magini seinen Kollegen Galileo Galilei, „nur dem, das man mit eigenen Augen sieht, kann man trauen.“ Doch können wir unseren Augen trauen, oder sehen wir was unser Gehirn aus den Meldungen aus der Netzhaut macht? Und wie ist das mit Röntgenbildern, Neutrinos und Gravitationswellen?
Bild
Bild: NASA

Fr 19. April 2019, 20 Uhr
Karfreitag, kein Vortrag

Fr 26. April 2019, 20 Uhr
(Ein-)Blick in die Kinderstuben von Sternen (Dietmar Bönning)
Immer wieder faszinieren sie uns: langbelichtete Aufnahmen von riesigen Wasserstoffwolken in unserer Milchstraße. In ihnen werden Sterne geboren, mitsamt ihren Planeten. Die Beobachtung dieser Objekte in vielen unterschiedlichen Spektralbereichen bringt uns neue Erkenntnisse über die Entstehung von Sternen. Der Vortrag stellt einige dieser „galaktischen Kreißsäle“ und die in ihnen ablaufenden Vorgänge vor.
Orionnebel
Bild: Dietmar Bönning, Physikalischer Verein