Archiv: NaturWissenschaft und Technik 2015

Donnerstag, 29. Januar 2015, 14 - 19 Uhr
"Licht-Blicke: Licht in Forschung, Technik und Umwelt"
24. Frankfurter Sonderkolloquium der Reihe Technik und Gesellschaft im Dialog
Gemeinsame Veranstaltung von DECHEMA, Physikalischer Verein, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, DVS, VDI, DBG, GDCh
„Mehr Licht“ wünschte sich Goethe angeblich kurz vor seinem Tode. Licht empfinden wir in der Regel zunächst positiv – die Sonne scheint, Menschen strahlen, und ein kluger Gedanke bringt uns Erleuchtung. Doch auch die Naturwissenschaften sind vom Licht fasziniert: Der Versuch, das Licht zu beschreiben, hat uns zum Welle-Teilchen-Dualismus geführt, mit Hilfe von Spektralanalysen erkunden wir zeitlich und räumlich weit entfernte Systeme. Licht kann aber auch als Werkzeug eingesetzt werden: Vom optoelektronischen Messverfahren über das Aushärten von Kunststoff bis hin zum Laser findet es in unterschiedlichsten Anwendungen Verwendung. Ungewolltes Licht hat jedoch auch negative Auswirkungen: Schildkröten schwimmen in die Irre, Menschen leiden unter Schlaflosigkeit.

Das diesjährige Frankfurter Sonderkolloquium beleuchtet ganz unterschiedliche Aspekte von der Natur des Lichts über seine Einsatzmöglichkeiten bis zu seiner Wirkung auf uns und unsere Umwelt.
  • Lichtverschmutzung und die Folgen für die Umwelt.
    PD Dr. Franz Hölker, Leibnitz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei IGB, Berlin
  • Materialien für das Licht der Zukunft – Herausforderungen durch die zweite Halbleiterrevolution
    Prof. Dr. Jörg Meyer, Hochschule Hamm-Lippstadt, Hamm
  • Die Physik des Lichts
    Prof. Dr. Gerd Leuchs, Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts, Erlangen
  • LED-Beleuchtung: Aktuelle Forschungsthemen zur Lichtwahrnehmung
    Prof. Dr. Christoph Schierz, Technische Universität Ilmenau
Ort: DECHEMA HAUS, Theodor-Heuss-Anlage 25, 60486 Frankfurt am Main
Eintritt frei, Anmeldung erwünscht, Anmeldung nur bei DECHEMA: hier klicken

 

 

Mittwoch, 04. März 2015, 19:30 Uhr
Physik des Gehirns
Dr. Axel Hutt, INRIA Nancy, Frankreich (Link zum Institut)
Von der physikalischen Messtechnik bis zur Modellierung von Gehirnfunktionen leistet die Physik wertvolle Beiträge in der modernen Hirnforschung. Im Umkehrschluss erlauben neueste Einsichten in der Hirnforschung auch Rückschlüsse auf physikalische Theorien, besonders auf die Theorie Komplexer Systeme.

Der Vortrag beleuchtet im Detail die Hintergründe des Medizin-Nobelpreises 2014 und stellt die heutigen theoretischen Konzepte vor, wie Anästhesie und Schlaf funktionieren. Dabei wird auf physikalische Messungen eingegangen und die Grundideen von Netzwerken besprochen, wie sie auch vielfach im heutigen hoch-technisierten Alltag vorkommen. Eine kurze philosophische Betrachtung der Beziehung von Hirnforschung und Physik schließt den Vortrag.


Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Straße 14-16, Frankfurt
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

 

 

Mittwoch, 22. April 2015, 19:30 Uhr
Vortrag im Rahmen des Internationalen Jahres des Lichts 2015:
Woher hat der Regenbogen seine Farbigkeit?
Zum Zusammenhang von Helligkeits- und Farbwahrnehmung
Prof. Dr. Roger Erb, Goethe Universität Frankfurt, Institut für Didaktik der Physik (Link zum Institut)
Scheint die tiefstehende Sonne kurz nach dem Vorbeiziehen einer Regenwolke durch die klare Luft, kommt es manches Mal zu einer ganz unwirklichen Stimmung. Es ist deshalb nicht verwunderlich, wenn das anschließende Erscheinen eines farbenprächtigen Regenbogens selbst naturwissenschaftlich Interessierte nicht gleich an Physik denken lässt, sondern einfach wieder aufs Neue beeindruckt.

Dabei ist an einem Regenbogen die Farbgebung nicht einmal das vordergründigste Ereignis: Der Bogen ist vor allem heller als der Bereich, von dem er umgeben ist. An der Grenze zwischen hell und dunkel entsteht ein Farbsaum, der sich mit den Regeln der Brechung in den Wassertropfen erklären lässt. Der Zusammenhang zwischen Brechung in den einzelnen Tropfen und Beobachtung des ausgedehnten Bogens wird im Vortrag mit einfachen Experimenten erläutert.


Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Straße 14-16, Frankfurt
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

 

 

Mittwoch, 24. Juni 2015, 19:30 Uhr
Vortrag im Rahmen des Internationalen Jahres des Lichts 2015:
Quantentechnologien mit kalten Ionen: Quantencomputer und Quantenrepeater
Prof. Dr. Ferdinand Schmidt-Kaler, QUANTUM, Institut für Physik, Universität Mainz
In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts fanden E. Schrödinger und W. Heisenberg die Gesetze der Quantenmechanik. Seitdem überraschen uns die Eigenschaften der Quantenwelt, die jedem klassischen Verständnis widersprechen. Inzwischen ist es ein Brennpunkt der aktuellen Forschung, Quanteneigenschaften gezielt zu nutzen, um moderne Anwendungen zu ermöglichen. Dazu werden Quantenbits – quantenmechanische Überlagerungen zweier logischer Zustände – in Atome, Ionen oder Photonen eingeschrieben, verarbeitet, weitergeleitet und ausgelesen.

Am Beispiel von kalten, gefangenen Ionenkristallen wird dargestellt, wie man Quantenbits für einen zukünftigen Quantencomputer nutzen kann. Dazu werden die Ionen mit Laserpulsen manipuliert und in einer speziellen Paul-Falle gehalten. Ein weiteres Anwendungsgebiet der Quanteninformationsverarbeitung ist das Verteilen geheimer Schlüssel für die Kommunikation. Hier forschen wir an einem Quantenrepeater, der es ermöglichen soll, über weite Entfernungen Verschränkung zwischen Quantenbits aufzubauen und abhörsichere Kommunikation oder Teleportation zu ermöglichen.


Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Straße 14-16, Frankfurt
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

 

 

Sonntag, 08. November 2015, 15:00 Uhr
Es werde Licht - die Genesis und der Urknall
Prof. Dr. Harald Lesch, LMU München
Harald LeschHarald Lesch, Autor und Moderator etlicher Wissenschaftssendungen im Fernsehen sowie Autor zahlreicher allgemeinverständlicher Sachbücher, überbrückt wie kaum ein anderer die Grenzen zwischen Physik, Astronomie und Philosophie. Sein Vortrag beschäftigt sich mit dem Anfang der Welt - und mit den unterschiedlichen Bildern und Vorstellungen, die Menschen zu unterschiedlichen Zeiten sich davon gemacht haben.



Harald Lesch, Professor für Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie Dozent für Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie München, ist seit 2011 Ehrenmitglied des Physikalischen Vereins. (Abb.: H. Lesch; M. Deiss; NASA)

In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Frankfurt

Ort: Hörsaalzentrum Audimax Univ.-Campus Westend,
Frankfurt am Main

Ticketvorverkauf:
Jeweils vor der Veranstaltung "Astronomie am Freitag": freitags, 19:30 - 20:00 Uhr, Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Str. 14-16, Frankfurt

Online-Ticketverkauf
www.tickets.physikalischer-verein.de
Restkarten an der Tageskasse

Eintrittspreise
Erwachsene
Schüler/Studenten
Mitglieder
8,00 Euro
5,00 Euro
3,00 Euro

 

 

Themenreihe: "Technologiestandort Rhein-Main: Heute und Morgen"

In Zusammenarbeit mit VDE Rhein-Main

Das Rhein-Main-Gebiet mit seinem Zentrum Frankfurt a.M. ist bekannt als Bankenstandort und für einen der größten Flughäfen Europas. Weniger bekannt sind jedoch die vielen ingenieur- und naturwissenschaftlichen Themen, die von renommierten Unternehmen aus der Region bearbeitet und erforscht werden.

In insgesamt fünf Vorträgen möchten wir Ihnen mit dieser Themenreihe einen Einblick aus erster Hand in neueste Entwicklungen und Spitzentechnologien, die aus der Rhein-Main-Region in die ganze Welt gehen, geben.

 

Vortragsprogramm
28. Oktober Industrie 4.0 – Wie sich die deutsche Industrie digitalisiert Prof. Dr.-Ing. Reiner Anderl
11. November Dialyse – wie wäscht man eigentlich Blut? Dr. Thomas Roy
25. November Digitalisierung – der Weg zu Industrie 4.0 Dr. Harald Schöning
09. Dezember Neue Wege in der Instrumentierung für Kraftfahrzeuge - Die Gestaltung der holistischen Mensch-Maschine Schnittstelle Dr. Heinz Abel
16. Dezember Automatisierung – Konnektivität – Kooperation
Ein Dreiklang: Harmonie oder Dissonanz?
Bruno Praunsmändel und Ulrich Eberle



Themenbeschreibung
Mittwoch, 28. Oktober 2015, 19:30 Uhr
Industrie 4.0 – Wie sich die deutsche Industrie digitalisiert
Prof. Dr.-Ing. Reiner Anderl, Nationale Plattform Industrie 4.0 der Bundesregierung sowie TU Darmstadt
Industrie 4.0 steht für die 4. industrielle Revolution, einer neuen Stufe der Organisation und Steuerung der gesamten Wertschöpfungskette über den Lebenszyklus von Produkten. Der Kern von Industrie 4.0 basiert auf untereinander vernetzbaren und kommunizierenden Systemen. Im Rahmen des Vortrages werden die hauptsächlichen Ansätze von Industrie 4.0 wie das Referenzarchitekturmodell für Industrie 4.0 (RAMI 4.0) und die "Industrie 4.0 Komponente" vorgestellt. Darüber hinaus wird in den Implementierungsleitfaden für die mittelständische Industrie eingeführt und aufgezeigt, welche Lösungsansätze bereits umgesetzt wurden. Der Vortrag schließt mit einem Ausblick auf zukünftige Forschungs- und Umsetzungsaktivitäten.

Vortrag im Rahmen der Themenreihe: Technologiestandort Rhein-Main - Heute und Morgen
In Zusammenarbeit mit: VDE Rhein-Main

Im Anschluss an diesen Vortrag kann bei einem „Flying Buffet“ das Thema vertieft und weiter diskutiert werden.

Eintritt frei, Anmeldung erforderlich bis einschließlich 16.10.2015 unter:
https://www.vde.com/industrie4_0

Ort: Max-Planck-Institut für Biophysik, Campus Riedberg, Max-von-Laue Straße 3, Frankfurt a. M.

 

Mittwoch, 11. November 2015, 19:30 UhrBlutwäsche
Dialyse – wie wäscht man eigentlich Blut?
Dr. Thomas Roy, Fresenius Medical Care, Bad Homburg
Die erste Dialysebehandlung am Menschen führte der damalige Ärztliche Direktor der Medizinischen Poliklinik an der Universität Gießen, Prof. Georg Haas, im Jahre 1924 durch. Der Titel einer seiner ersten dahingehenden Publikationen, „Über Blutwaschung“, ist mit einiger Wahrscheinlichkeit der Grund dafür, dass vielfach von „Blutwäsche“ gesprochen wird, wenn die Therapie des terminalen Nierenversagens mit der Hämodialyse gemeint ist. Die Nephrologie mag diesen Terminus nicht besonders, da er einen sehr mechanistischen Ansatz impliziert und dem Eindruck der „Apparatemedizin“ Vorschub leistet. Das Gegenteil ist richtig: die Behandlung dialysepflichtiger Patienten ist die vermutlich komplexeste internistische Therapie, derer sich die Medizin derzeit bedient. Der Vortrag hat das Ziel, diesen Umstand verständlich zu erklären und die dazu benötigten Verfahren und technischen Hilfsmittel darzustellen. (Abb.: Fresenius Medical Care)

Vortrag im Rahmen der Themenreihe: Technologiestandort Rhein-Main - Heute und Morgen
In Zusammenarbeit mit: VDE Rhein-Main

Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Straße 14-16, Frankfurt

 

Mittwoch, 25. November 2015, 19:30 UhrIndustrie 4.0
Digitalisierung – der Weg zu Industrie 4.0
Dr. Harald Schöning, Software AG, Darmstadt
Der Begriff "Industrie 4.0" wurde in Deutschland erfunden und trifft weltweit auf großen Anklang. Die Erwartungen, die mit diesem Begriff verbunden werden, sind hoch: von Losgröße 1 über urbane Fabriken bis zur Anpassung der Produktion an den demographischen Wandel, von effizienterer Produktion über sich autonom in der Produktion bewegende Produkte bis hin zu neuen Geschäftsmodellen. In all diesen Szenarien wird unterstellt, dass die Realisierung durch eine digitalisierte Produktion erfolgt. Der Vortrag wird den Zusammenhang zwischen Digitalisierung und "Industrie 4.0" näher beleuchten und grundlegende Technologien erläutern, die in diesem Zusammenhang unverzichtbar sind. (Abb.: Software AG)

Vortrag im Rahmen der Themenreihe: Technologiestandort Rhein-Main - Heute und Morgen
In Zusammenarbeit mit: VDE Rhein-Main

Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Straße 14-16, Frankfurt

 

Mittwoch, 09. Dezember 2015, 19:30 UhrMensch-Maschine-Schnittstelle
Neue Wege in der Instrumentierung für Kraftfahrzeuge:
Die Gestaltung der holistischen Mensch-Maschine Schnittstelle
Dr. Heinz Abel, Continental AG, Babenhausen
Die Interaktion des Fahrers in Kraftfahrzeugen wird in Zukunft von der Digitalisierung stark beeinflusst und geprägt. Dies umfasst die Darstellung von Fahrerinformationen über freiprogrammierbare Instrumente (FPK's) sowie der Inhalt des Infotainment & Entertainment Systems. Es wird ein holistischer (ganzheitlicher) Ansatz beschrieben, der sich auf die Eingabe und Ausgabe von Informationen bezieht. Ein wesentlicher Aspekt diesbezüglich ist ein Ausblick auf automatisiertes Fahren (Driver-in-the-Loop Modell). Die Produktkomponenten Kombinationsinstrumente, Head-up Displays, Multimedia Displays sowie Toucheingabeelemente werden erläutert und vorgestellt. Die Usability (Ergonomie) der Mensch-Maschine-Interaktion wird hier mit einbezogen hinsichtlich Optimierung der Gebrauchstauglichkeit unter Fahrbedingungen. Der Vortrag schließt mit einem Ausblick und einem Resümee. (Abb.: Continental AG)

Vortrag im Rahmen der Themenreihe: Technologiestandort Rhein-Main - Heute und Morgen
In Zusammenarbeit mit: VDE Rhein-Main

Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Straße 14-16, Frankfurt

 

Mittwoch, 16. Dezember 2015, 19:30 UhrAutomatisierung
Automatisierung – Konnektivität – Kooperation
Ein Dreiklang: Harmonie oder Dissonanz?
Bruno Praunsmändel und Ulrich Eberle, Adam Opel AG, Rüsselsheim
Seit einigen Jahren zeichnen sich die Fahrzeug-Automatisierung, die intuitive Konnektivität und die kooperative Mobilität als die großen Automobil-Leittrends ab. Im Rahmen dieses Vortrags wird jeder dieser Teilaspekte bezüglich des aktuellen Technologiestatus aber auch der Zukunftsperspektiven betrachtet. Das teil- und später auch vollautomatisierte Fahren wird schrittweise über eine Weiterentwicklung der aktuellen Fahrerassistenzsysteme vorangetrieben. Im Bereich der Konnektivität wird das Automobil über Telematik-Dienste wie Opel OnStar zu einem mobilen Bestandteil des Internet der Dinge. Über Opel IntelliLink ist zudem die nahtlose Einbeziehung von Smartphones und Tablet-Rechnern via Apple CarPlay und Android Auto möglich. Darüber hinaus werden aktuell im Rahmen der kooperativen Mobilität die ersten Schritte zur Einführung der Car-2-X-Technologie im Fahrzeug und für den Infrastruktur-Aufbau unternommen. Die Chancen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven auf dem Weg hin zu dieser Technologie-Vision werden beleuchtet. (Abb.: Adam Opel AG)

Vortrag im Rahmen der Themenreihe: Technologiestandort Rhein-Main - Heute und Morgen
In Zusammenarbeit mit: VDE Rhein-Main

Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Straße 14-16, Frankfurt