Archiv: Astronomie am Freitag 2015

Vortragsprogramm
 
16. Januar Das astronomische erste Halbjahr 2015
(Link zum Vortrag: hier)
Stefan Karge
23. Januar Das Kopernikanische Prinzip und die Zukunft der Menschheit Bruno Deiss
30. Januar Amerikas mühsamer Weg zurück zur bemannten Raumfahrt Volker Heinrich
06. Februar Von Exoplaneten und Exomonden - Plätze für Leben im Universum Patrick Diel
13. Februar Perseus – Portrait eines Sternbildes Klaus Sterlike
20. Februar Finsternisse im Sonnensystem Volker Heinrich
27. Februar Simon Mayr - der Frankenastronom Friedrich W. Volck
06. März Geburt und Tod der Sterne Martin Stammberger
13. März Architektur der Sternwarten - von den Anfängen bis heute
(Link zu den Folien: hier)
(Link zur Tonaufzeichnung: hier)
Sighard Schräbler
20. März Woher kommt das ganze Gold? - Die Geschichte der Elemente Kathrin Göbel
27. März Der Große Wagen - Portrait eines Sternbildes Dietmar Bönning
03. April Karfreitag (keine Veranstaltung)  
10. April Windstärke 10 im Universum!? Christian Trageser
17. April Der Galaxien-Zoo am Frühjahrshimmel Stefan Karge
24. April Die intergalaktische Materie und das kosmische Netz Bruno Deiss
01. Mai Feiertag (keine Veranstaltung)  
08. Mai Und dreht sich fort und fort Friedrich W. Volck
15. Mai „25 Years“ digitale Astrofotografie – ein Blick zurück nach vorne Jürgen Stein
22. Mai Morgendämmerung auf Ceres - Ein Zwergplanet wird enträtselt Volker Heinrich
29. Mai BICEP2 – vorerst kein direkter Nachweis von Gravitationswellen Rainer Göhring
05. Juni Unser Heimatstern - die Sonne Stefan Karge
12. Juni Der Antikythera-Mechanismus: ein 2000 Jahre alter Finsterniscomputer? Bruno Deiss
19. Juni Staub ist eine ubiquitäre Entität des Universums Friedrich W. Volck
26. Juni Ein Blick in die Kinderstube des Kosmos Stefan Fiebiger
03. Juli Das FERMI-Weltraumteleskop: Einblicke in das extreme Universum Kathrin Göbel
10. Juli Die Planetenwerkstatt Markus Röllig
17. Juli Ferne Eiswelten und neue Horizonte Martin Stammberger
24. Juli Muss Einsteins Gravitationstheorie erweitert werden? Bruno Deiss
11. September Das astronomische zweite Halbjahr 2015
(Link zum Vortrag: hier)
Stefan Karge
18. September Asteroiden als Rohstoffquelle - Science oder Fiction? Volker Heinrich
25. September Antimaterie - vom Urknall in den Alltag Kathrin Göbel
02. Oktober Carl-Friedrich Gauß: eines der letzten Universalgenies Dietmar Bönning
09. Oktober Wem gehört der Mond? Volker Heinrich
16. Oktober Terraforming – vom Traum, neue Planeten zu schaffen Dietmar Bönning
23. Oktober Röntgenaugen: Einblicke in die heißen Regionen im Universum Kathrin Göbel
30. Oktober So nah und doch so fern - über den Aufbau von Planeten René Reifarth
06. November Über eine neue Art von Strahlen – 120 Jahre Röntgenstrahlen Friedrich W. Volck
13. November Kosmische Strahlung: die Erde unter Dauerbeschuss - ENTFÄLLT
Ersatzvortrag:
Von Sonnenwinden und Magnetstürmen - wie wird das Weltraumwetter?
Volker Heinrich
20. November Enceladus und Titan – die faszinierenden Monde des Herrn der Ringe Patrick Diel
27. November Es ist ein krummes Ding, der Raum: 100 Jahre Allgemeine Relativitätstheorie Friedrich W. Volck
04. Dezember Quasare - Leuchtgiganten im Universum Stefan Karge
11. Dezember Carl Sagan - Die Reise geht weiter Sighard Schräbler
18. Dezember Der Stern von Bethlehem Bruno Deiss

 

Themenbeschreibung

Fr 16. Januar 2015, 20 Uhr
Das astronomische erste Halbjahr 2015 (Stefan Karge)
Ein besonderes Himmelsschauspiel erwartet uns im ersten Halbjahr 2015: Eine Sonnenfinsternis über Europa am 20. März. Am Nachthimmel über Frankfurt glänzen dagegen die beiden „Planeten-Stars“ im kommenden Sommerhalbjahr: die beiden Gasriesen Jupiter und sein beringter Kollege Saturn. Natürlich werfen wir auch einen Blick auf die aktuellen Sternbilder. Beobachtungstipps sowie Hinweise zu weiteren spannenden astronomischen Ereignissen gibt es im Vortrag.
(Link zum Vortrag: hier)

Fr 23. Januar 2015, 20 Uhr
Das Kopernikanische Prinzip und die Zukunft der Menschheit (Bruno Deiss)
Überall im Kosmos gelten die gleichen Naturgesetze. Das Kopernikanische Prinzip besagt, dass weder an unserer Sonne, noch an unserem Planeten, noch an der Menschheit als Lebensform irgendetwas Besonderes sei. Einfache Überlegungen führen dann zu dem Schluss, dass aller Wahrscheinlichkeit nach die Menschheit noch höchstens acht Millionen Jahre existieren wird und dass sie niemals ihren Heimatplaneten verlassen und Raumkolonien gründen wird.

Fr 30. Januar 2015, 20 Uhr
Amerikas mühsamer Weg zurück zur bemannten Raumfahrt (Volker Heinrich)
Am 8. Juli 2011 endete mit dem Flug STS 135 die Geschichte des Space Shuttle und damit verbunden die Fähigkeit der USA, Astronauten in den erdnahen Weltraum zu befördern. Bis heute steht kein neues Transportsystem zur Verfügung. Die Entwicklung eines neuen Raumfahrzeugs gestaltet sich zäh. Der heutige Vortrag gibt eine Übersicht über hochfliegende Pläne und tiefgreifende Probleme bei der Realisierung des Projekts.

Fr 06. Februar 2015, 20 Uhr
Von Exoplaneten und Exomonden - Plätze für Leben im Universum (Patrick Diel)
In den vergangenen Jahren wurden mehr als 1000 Planeten entdeckt, die um andere Sterne kreisen. Schätzungen gehen davon aus, dass alleine in unserer Galaxis mehr als hundert Milliarden Exoplaneten existieren. Nur wenige davon dürften allerdings ähnlich wie unsere Erde sein. Bei den meisten handelt es sich um Gasriesen ähnlich Jupiter oder Saturn. Gasriesen besitzen aber oft zahlreiche Monde. Auch diese könnten die Heimat von Leben im Universum sein.

Fr 13. Februar 2015, 20 Uhr
Perseus – Portrait eines Sternbildes (Klaus Sterlike)
Der griechische Held Perseus gab diesem markanten Sternbild seinen Namen, das aufgrund seiner hohen Lage für uns Nordeuropäer gut zu beobachten ist. Eine Reihe hoch interessanter Objekte wie offene Sternhaufen, Gasnebel, veränderliche Sterne lohnen einen Blick in diese Himmelsregion.

Fr 20. Februar 2015, 20 Uhr
Finsternisse im Sonnensystem (Volker Heinrich)
Nach vierjähriger Pause ist am 20. März dieses Jahres endlich wieder eine (partielle) Sonnenfinsternis von Deutschland aus sichtbar. Mit einem Abdeckungsgrad von fast 75 Prozent der Sonnenscheibe gehört sie zu den eher seltenen Ereignissen. Es ist also an der Zeit, sich mit der Entstehung, Häufigkeit und Beobachtbarkeit von Sonnen- und Mondfinsternissen zu beschäftigen. Lassen sich noch weitere Finsternisse im Sonnensystem beobachten?
Beachten Sie dazu unsere Veranstaltung am 20.3., 9-11:30 Uhr (hier: Link)

Fr 27. Februar 2015, 20 Uhr
Simon Mayr - der Frankenastronom (Friedrich W. Volck)
Simon Marius, eigentlich Simon Mayr, war brandenburgischer Hofastronom zu Ansbach. Im Januar 1610 beobachtete er den Jupiter mit einem Perspicilium und entdeckte zeitgleich mit Galileo Galilei die Jupitermonde, auch wenn er dies erst 1614 veröffentlichte. Er schlug die Namen derselben vor, wie er dazu in seinem Werk „Mundus Iovialis“ schreibt: „Io, Europa, Ganymed und Callisto haben dem wollüstigen Jupiter allzu sehr gefallen.“

Fr 06. März 2015, 20 Uhr
Geburt und Tod der Sterne (Martin Stammberger)
Wenn ein schwerer Stern in einer Supernova-Explosion stirbt, schleudert er gewaltige Materiemengen ins All. Doch genau aus diesem Stoff entstehen neue Sonnen und Planeten. Werden und Vergehen der Sterne hängen eng zusammen. Es gibt Bereiche in unserer Galaxis, wo in dichter Nachbarschaft Sterne geboren werden, andere sterben direkt daneben einen spektakulären Tod.

Fr 13. März 2015, 20 Uhr
Architektur der Sternwarten - von den Anfängen bis heute (Sighard Schräbler)
Sternwarten sind Bauten mit Funktion. Von der bloßen Zeitmessung hin zum immer tieferen Verständnis des Kosmos hat sich diese Funktion über die Jahrhunderte weiterentwickelt. Die Architektur ist dabei die unmittelbarste Erfahrung, die sich dem Besucher vermittelt, so verschieden wie die große Sonnenuhr von Jaipur in Indien, der unterirdische Neutrinodetektor Super-Kamiokande in Japan oder das VLT auf dem Paranal in Chile.
(Link zu den Folien: hier)
(Link zur Tonaufzeichnung: hier)

Fr 20. März 2015, 20 Uhr
Woher kommt das ganze Gold? - Die Geschichte der Elemente (Kathrin Göbel)
Die Elemente in unserem Sonnensystem haben einen langen Weg hinter sich. Die Synthese von schwereren Elementen als Wasserstoff begann schon kurz nach dem Urknall. In sehr unterschiedlichen Prozessen wurden immer schwerere Elemente bis hin zu Gold erzeugt: im Innern von Sternen, bei Sternexplosionen oder bei Sternverschmelzungen. Modelle zur galaktischen chemischen Evolution erklären, was die Elemente schon alles erlebt haben.

Fr 27. März 2015, 20 Uhr
Der Große Wagen - Portrait eines Sternbildes (Dietmar Bönning)
Ein Sternbild, das wohl jeder von uns gut kennt, ist der Große Wagen mit dem bekannten "Augenprüferchen": ein Doppelstern, den man mit guten Augen als zwei Lichtpünktchen erkennen kann. Aber dieses Sternbild hält auch noch eine ganze Reihe anderer faszinierender Objekte und Geschichten parat, darunter nicht zuletzt den tiefsten Blick ins sichtbare Universum, den die Menschheit bis jetzt gesehen hat.

Fr 03. April 2015, 20 Uhr
Karfreitag (keine Veranstaltung) 
 

Fr 10. April 2015, 20 Uhr
Windstärke 10 im Universum!? (Christian Trageser)
Es wird zugig im Universum: Daten des ALMA-Radioteleskops in der Atacamawüste zeigen erste Anzeichen von windigem Wetter rund um T-Tauri-Sterne. Die kleinen Geschwister der Sonne befinden sich in der Frühphase ihrer Entwicklung und sind schon extrem leuchtkräftig und sehr variabel. Winde von der protoplanetaren Scheibe könnten rätselhafte Beobachtungen im infraroten Licht erklären.

Fr 17. April 2015
Der Galaxien-Zoo am Frühjahrshimmel (Stefan Karge)
Die Frühjahrsnächte sind die beste Zeit zur Beobachtung ferner Galaxien. Rund um den galaktischen Nordpol finden wir ein Dorado verschiedener Galaxientypen und Formen. Die Bandbreite reicht von Spiralen ähnlich unserer Milchstrasse bis hin zu Elliptischen Riesengalaxien. Bei einer so hohen Galaxiendichte bleiben enge Kontakte und Kollisionen von wahrhaft galaktischen Ausmaßen nicht aus. Aber welche Struktur steckt hinter diesem Großaufgebot fotogener Sternenwelten?

Fr 24. April 2015, 20 Uhr
Die intergalaktische Materie und das kosmische Netz (Bruno Deiss)
Im Universum scheint sich die Materie in Form von Galaxien und Galaxienhaufen nicht gleichmäßig zusammengeballt zu haben, sondern eher in der Art eines komplexen Netzes. Dann sollte das auch für die fein verteilten Gaswolken zwischen den Galaxien zutreffen. Diese lassen sich aber nur indirekt beobachten. Mit neuen Messmethoden und Großteleskopen versucht man nun Licht in das kosmische Netz zu werfen.

Fr 01. Mai 2015, 20 Uhr
Feiertag (keine Veranstaltung)

Fr 08. Mai 2015, 20 Uhr
Und dreht sich fort und fort (Friedrich W. Volck)
Die Erde dreht sich um die eigene Achse und um die Sonne, zusammen drehen sie sich um das Zentrum der Milchstraße. Beim Karussell können wir jede Drehbewegung spüren, aber von diesen kosmischen Kreiselbewegungen spüren wir nichts. Immerhin zeigte der Physiker Léon Foucault im Pariser Pantheon mit seinem Pendelversuch die Eigendrehung der Erde. Und wie verhält es sich mit den anderen Drehungen am Himmel und auf Erden?

Fr 15. Mai 2015, 20 Uhr
„25 Years“ digitale Astrofotografie – ein Blick zurück nach vorne (Jürgen Stein)
Vor etwa 25 Jahren begann der Siegeszug der digitalen Astrofotografie im Amateurbereich. Während die allgemeine Digitalfotografie noch in den Kinderschuhen steckte, übernahmen die ersten Amateure die innovative Technologie von den Profis. Die Entwicklung von Kameras und Instrumenten schreitet bis heute voran und ermöglicht es Hobbyastronomen, in Bereiche vorzudringen, die noch vor wenigen Jahrzehnten für Großsternwarten unerreichbar waren.

Fr 22. Mai 2015, 20 Uhr
Morgendämmerung auf Ceres - Ein Zwergplanet wird enträtselt (Volker Heinrich)
Die Raumsonde Dawn (Morgendämmerung) hat das zweite große Ziel ihrer Reise erreicht. Nachdem sie Vesta ein Jahr lang intensiv erkundet hatte, ist sie nun beim Zwergplaneten Ceres angekommen, um seine Geheimnisse zu erkunden. Aufbau, Zusammensetzung, Resourcenerkundung und ein Blick zurück in die Frühtage des Sonnensystems sind das Missionsziel. Wir präsentieren heute erste Resultate der Mission - und machen Lust auf mehr.

Fr 29. Mai 2015, 20 Uhr
BICEP2 – vorerst kein direkter Nachweis von Gravitationswellen (Rainer Göhring)
Im März 2014 wurde vom BICEP2-Team die Entdeckung von Hinweisen auf Gravitati-onswellen in der kosmischen Hintergrundstrahlung gemeldet. Polarisation des Lichtes sollte auf die Inflation im frühen Universum hindeuten. Diese Nachricht erzeugte einen Hype in den Medien. Genauso schnell meldeten sich aber auch skeptische Stimmen. Die Ergebnisse der PLANCK-Mission 2015 brachten schließlich keine Bestätigung der BICEP2-Messungen – ein Ansporn genauere Untersuchungen zu starten.

Fr 05. Juni 2015, 20 Uhr
Unser Heimatstern - die Sonne (Stefan Karge)
Die Sonne ist der uns am nächsten stehende Stern. Alles irdische Leben basiert auf der Energie unserer Sonne. Aber woher kommt diese Energie? Sonnenobservatorien und spezielle Satelliten zeigen uns unser Zentralgestirn in völlig neuem Licht. Somit ist die Sonne das ideale Forschungsobjekt um zu verstehen, wie ein Stern in seinem Innersten funktioniert. Ein wirklich besonderer Stern, unsere Sonne.

Fr 12. Juni 2015, 20 Uhr
Der Antikythera-Mechanismus: ein 2000 Jahre alter Finsterniscomputer? (Bruno Deiss)
Vor etwa 100 Jahren bargen Schwammtaucher aus einem antiken Wrack vor der Insel Antikythera nahe Kreta eine archäologische Sensation, die seitdem Wissenschaftler vor ein Rätsel stellt. Der korrodierte Klumpen Metall besteht aus einer Vielzahl von bronzenen Zahnrädern, die zu einem komplizierten Mechanismus zusammengesetzt waren. Ziffernblätter und Beschriftungen zeigen, dass dieses feinmechanische Gerät offenbar zur Berechnung von Kalenderdaten sowie Finsternissen verwendet wurde.

Fr 19. Juni 2015, 20 Uhr
Staub ist eine ubiquitäre Entität des Universums (Friedrich W. Volck)
„Staub ist eine ubiquitäre Entität des Universums,“ sagte Prof. Sedlmayr in einem Vortrag beim Physikalischen Verein. Staub gibt es also nicht nur bei den Nachbarn unterm Sofa, sondern auch in Kometen, im Raum zwischen den Planeten, im interstellaren Raum, ja selbst im intergalaktischen Raum, eben überall. Und er spielt nicht nur bei der Sternentstehung eine große Rolle - neben dem Alkohol.

Fr 26. Juni 2015, 20 Uhr
Ein Blick in die Kinderstube des Kosmos (Stefan Fiebiger)
Die ersten Galaxien entstanden vermutlich etwa 400 Mio. Jahre nach dem Urknall. Der genaue Entstehungsprozess ist aber immer noch unklar. Neueste Beobachtungen mit dem Hubble Weltraumteleskop deuten nun an, dass Galaxien womöglich schon früher existierten als bislang angenommen. Aber welchen Einfluss hatten diese frühen Galaxien auf unser Universum? Und wie verändern sie unser Bild von dessen Entwicklung?

Fr 03. Juli 2015, 20 Uhr
Das FERMI-Weltraumteleskop: Einblicke in das extreme Universum (Kathrin Göbel)
Gammastrahlung ist die höchstenergetische Form von Licht. Mit bloßem Auge sind Gammastrahlen nicht wahrnehmbar. FERMI ermöglicht es uns, den Himmel in einem ganz anderen Licht zu betrachten. Seit 2008 liefert das Weltraumteleskop Einblicke in die extremsten Vorgänge im Universum: Gammablitze, Neutronensterne und schwarze Löcher im Zentrum aktiver Galaxien. Welches neue Bild vom Universum zeigt uns FERMI?

Fr 10. Juli 2015, 20 Uhr
Die Planetenwerkstatt (Markus Röllig)
Gut 2000 extrasolare Planeten sind bis heute entdeckt worden, doch trotzdem wissen wir noch überraschend wenig darüber, wie Planeten im Detail entstehen. Neueste Beobachtungen mit dem Riesen-Teleskop ALMA ermöglichen zum ersten Mal, die Entstehung eines Planeten „live“ zu beobachten. Die wichtigsten Aspekte dieser „Planetenwerkstatt“ werden in diesem Vortrag erläutert.

Fr 17. Juli 2015, 20 Uhr
Ferne Eiswelten und neue Horizonte (Martin Stammberger)
Die Entdeckung des Pluto war 1930 eine Sensation - hatte man doch nach langem Suchen endlich einen Planeten jenseits der Neptunbahn gefunden. Pluto ist der prominenteste Vertreter der Klasse der Zwergplaneten. Die vor 9 Jahren gestartete Raumsonde New Horizons liefert nun erstmals Nahaufnahmen von dieser fremden Eiswelt und ihren Monden. Der Vortrag stellt die aktuellsten Fakten über Pluto vor.

Fr 24. Juli 2015, 20 Uhr
Muss Einsteins Gravitationstheorie erweitert werden? (Bruno Deiss)
Die eigentümliche Dynamik von Galaxien und Galaxienhaufen wird bislang damit erklärt, dass zusätzliche Schwerkraft von "Dunkler Materie" die Objekte zusammenhält. Versuche, diese exotische Materieform direkt zu detektieren, sind bisher erfolglos geblieben. Die alternative Schwerkrafttheorie MOND (Modified Newton Dynamics) kommt ohne "Dunkle Materie" aus und sie kann weitere rätselhafte astronomische Beobachtungen elegant erklären. Stehen wir vor einer wissenschaftlichen Revolution?

Fr 11. September 2015, 20 Uhr
Das astronomische zweite Halbjahr 2015 (Stefan Karge)
Auch das astronomische 2. Halbjahr 2015 steckt wieder voller spannender Ereignisse. Vom jahreszeitlichen Wandel der Himmelsbühne über ergiebige Sternschnuppennächte bis zu interessanten Planetenkonstellationen ist wieder alles dabei. Und als Höhepunkt steht am 28. September eine totale Mondfinsternis an, sowie der Besuch eines neuen Kometen zum Jahresende. Es gibt viel zu beobachten - schauen wir es uns an.
(Link zum Vortrag: hier)

Fr 18. September 2015, 20 Uhr
Asteroiden als Rohstoffquelle - Science oder Fiction? (Volker Heinrich)
Es klingt wie aus einem schlechten Hollywood-Drehbuch. Die Menschheit besorgt sich Rohstoffe von Asteroiden. Alles Quatsch, viel zu teuer, denken Sie jetzt vielleicht. Aber im Zeitalter immer knapper werdender Schlüsselrohstoffe ist der Tag nicht mehr fern, an dem Asteroidal Mining eine ernst zu nehmende Alternative zum Mangel an Ressourcen wird. Es ist Zeit für einen Faktencheck.

Fr 25. September 2015, 20 Uhr
Antimaterie - vom Urknall in den Alltag (Kathrin Göbel)
Antimaterie - das klingt nach Science Fiction. Tatsächlich wird Antimaterie heute routinemäßig erzeugt und ist allgegenwärtig in den Laboren dieser Welt und sogar in medizinischen Anwendungen. Nach dem Urknall entstanden Materie und Antimaterie zu gleichen Anteilen. Wir selbst und alle bislang beobachteten Objekte im Kosmos bestehen aus "normaler" Materie. Wo ist die Antimaterie geblieben und können wir sie aufspüren?

Fr 02. Oktober 2015, 20 Uhr
Carl-Friedrich Gauß: eines der letzten Universalgenies (Dietmar Bönnig)
C. F. Gauß war ein wissenschaftlicher Tausendsassa: Mathematiker, Astronom, Geodät, Physiker: dies sind die (Haupt-) „Berufe“, die dieser außergewöhnliche Naturforscher aus Göttingen ausübte. Doch was hat er mit dem Kleinplaneten Ceres zu tun, und wie hängen das christliche Osterfest und moderne CAD-Programme mit ihm zusammen? Genug Aspekte, um das Leben des Herrn Gauß näher unter die Lupe zu nehmen.

Fr 09. Oktober 2015, 20 Uhr
Wem gehört der Mond? (Volker Heinrich)
Der Mond gehört Dennis M. Hope - glaubt dieser zumindest und verdient sein Geld damit, Mondgrundstücke an Interessenten zu veräußern. Aber komische Käuze beiseite, es gibt ernste Fragen zu klären: Wer ist für die Entsorgung von Weltraummüll zuständig? Wer haftet, wenn ein abstürzender Satellit Ihr Haus zerstört? Wem gehören die Ressourcen im Weltraum? Es ist an der Zeit, diese Fragen zu klären!

Fr 16. Oktober 2015, 20 Uhr
Terraforming – vom Traum, neue Planeten zu schaffen (Dietmar Bönnig)
Terraforming, also die technologische Umwandlung von toten Himmelskörpern in für Menschen bewohnbare Planeten, ist ein Begriff, der uns bis jetzt nur aus mehr oder weniger phantastischen Science-Fiction-Geschichten bekannt ist. Tatsache ist aber auch, dass entsprechende Programme bereits durchaus angedacht werden und unterschiedliche Ansätze hierzu untersucht werden. Wie diese aussehen und welche Verwirklichungschancen bestehen, soll der Vortrag erläutern.

Fr 23. Oktober 2015, 20 Uhr
Röntgenaugen: Einblicke in die heißen Regionen im Universum (Kathrin Göbel)
Im Licht der Röntgenstrahlung sehen wir die heißen Regionen im Universum: Sterne und Galaxien, Supernovae, Neutronensterne und Schwarze Löcher. Die Erdatmosphäre schützt uns am Erdboden vor der Röntgenstrahlung aus dem All – dadurch verschluckt sie aber auch alle Informationen. Deshalb werden Weltraumteleskope wie Chandra und NuSTAR zur Erforschung der extremen kosmischen Ereignisse eingesetzt. Neue scharfe Bilder bringen tiefe Einblicke ins Universum.

Fr 30. Oktober 2015, 20 Uhr
So nah und doch so fern - über den Aufbau von Planeten (René Reifarth)
Die Sterne informieren uns kontinuierlich über Vorgänge in ihrem Innern. Informationen über das Innere von Planeten wie Merkur und Jupiter sind schwierig zu bekommen. Selbst das gesamte Wissen über den Aufbau der Erde beruht auf Messungen von Vorgängen in der äußersten Schicht. Trotzdem sind erstaunliche Dinge über die Planeten bekannt: Dichte und Druck im Zentrum, Aggregatzustand oder chemische Zusammensetzung.

Fr 06. November 2015, 20 Uhr
Über eine neue Art von Strahlen – 120 Jahre Röntgenstrahlen (Friedrich W. Volck)
Am 8. November 1895 beobachtete Wilhelm Conrad Röntgen eine neue Art von Strahlen, die er X-Strahlen nannte und die heute Röntgenstrahlen genannt werden. Mit ihrer Hilfe kann man in Menschen und andere Körper schauen, wie er es am 22. Dezember mit der Hand seiner Gattin tat. Doch auch in der Astronomie liefern die Röntgenstrahlen viele neue Ein- und Ansichten.

Fr 13. November 2015, 20 Uhr
Von Sonnenwinden und Magnetstürmen - wie wird das Weltraumwetter? (Volker Heinrich)
Wetter im Weltraum? Unsinn, mögen Sie jetzt vielleicht denken. Aber starke Sonneneruptionen können empfindliche Satelliten völlig zerstören. Mehr als einmal verwandelten sich Hunderte Millionen Euro teure Weltraumspäher in wertlose Schrotthaufen. Es gibt sogar Befürchtungen, dass ein Mega-Ausbruch der Sonne ernste Gefahren für lebenswichtige irdische Infrastrukturen darstellt. Grund genug, das Weltraumwetter genau im Auge zu behalten.

Fr 20. November 2015, 20 Uhr
Enceladus und Titan – die faszinierenden Monde des Herrn der Ringe (Patrick Diel)
In den vergangen Jahren haben die Daten der Cassini-Raumsonde eine Fülle von aufregenden Erkenntnissen zu den Saturn-Monden gebracht. So findet man auf dem Titan Landschaften mit Flüssen und Seen aus Methan sowie Dünen, Berge und Vulkane. Neueste Daten weisen darauf hin, dass unter der Eiskruste des Saturnmondes Enceladus heiße Quellen existieren. Ein heißer Kandidat für außerirdisches Leben in unserem Planetensystem?

Fr 27. November 2015, 20 Uhr
Er ist ein krummes Ding, der Raum: 100 Jahre Allgemeine Relativitätstheorie (Friedrich W. Volck)
Am 25. November 1915 trug Albert Einstein bei der Preußischen Akademie der Wissenschaften die Grundzüge einer neuen Theorie der Gravitation, der Allgemeinen Relativitätstheorie vor. Die ersten Bestätigungen gab es vier Jahre später durch die englische Sonnenfinsternis-Expedition. Inzwischen lassen sich viele Erscheinungen im Kosmos mit Hilfe dieser Theorie erklären, wie z.B. die Periheldrehung des Merkurs, die Gravitationslinsen oder die Rotverschiebung.

Fr 04. Dezember 2015, 20 Uhr
Quasare - Leuchtgiganten im Universum (Stefan Karge)
Quasare sehen aus wie Sterne, sind aber keine! Sie strahlen 100- bis 1000-mal mehr Energie ab als die vielen Milliarden Sterne unserer gesamten Heimatgalaxie zusammen genommen. Außerdem gehören sie zu den entferntesten bekannten Objekten im Universum. Grund genug, sich diese kosmischen Exoten einmal näher anzuschauen – auch im übertragenen Sinn, lassen sich doch die leuchtkräftigsten Quasare bereits mit Amateurteleskopen beobachten.

Fr 11. Dezember 2015, 20 Uhr
Carl Sagan - Die Reise geht weiter (Sighard Schräbler)
Wissenschaft und Fortschritt können sich nur entwickeln, wenn vorgegebene Lehrmeinungen nicht übermächtig verteidigt werden. Sagan war ein glühender Verfechter lieber viele kleine Projekte zu fördern als wenige große, weil Fortschritt nur begrenzt planbar ist. Von den Ideen der griechischen Philosophen hin zur Radioastronomie war es seiner Ansicht nach nur ein Katzensprung, unterbrochen durch ein langes Mittelalter.

Fr 18. Dezember 2015, 20 Uhr
Der Stern von Bethlehem (Bruno Deiss)
Ein geheimnisvoller Stern soll vor etwa 2000 Jahren sternkundigen "Weisen aus dem Morgenland" den Weg nach Bethlehem zur Geburtsstätte Christi gezeigt haben, so schreibt der Evangelist Matthäus. War es ein Komet, eine Supernova oder eine seltene Konjunktion von Jupiter und Saturn? Bis heute ist die Auseinandersetzung über den Stern der Weisen nicht beendet.