Archiv: Astronomie am Freitag 2014

Vortragsprogramm

17. Januar Das astronomische erste Halbjahr 2014
(Link zum Vortrag: hier)
Stefan Karge
24. Januar Realität und Wirklichkeit - Das Universum im Kopf Bruno Deiss
31. Januar Science vs. Fiction 2014: über die Physik und Technik der Zukunft Sighard Schräbler
07. Februar Was gehen uns die Quanten an? Friedrich W. Volck
14. Februar GPS, Glonass, Galileo & Co Dietmar Bönning
21. Februar Achtung Strahlung – Risiken im All(tag) Kathrin Göbel
28. Februar Boten aus der Frühzeit des Sonnensystems -
wie Meteoriten uns helfen, die Welt zu verstehen
Volker Heinrich
07. März Schwarze Löcher - Neues von den galaktischen Allesfressern Tanja Heftrich
14. März Nukleare Energie in Sternen, Planeten und menschlichen Konstrukten René Reifarth
21. März Unser griechischer Himmel Friedrich W. Volck
28. März Immer Ärger mit den Außerirdischen Martin Stammberger
04. April Bedeckungen Georg Piehler
11. April Mission GAIA: Die neue Vermessung der Welt Bruno Deiss
18. April Karfreitag (keine Veranstaltung)  
25. April Kam das Leben aus dem All? Volker Heinrich
02. Mai Helioseismologie - Die Sonne als Klangkörper Bruno Deiss
09. Mai Von der Erde zu den Planeten – Auf Raumpatrouille durch das Sonnensystem Stefan Karge
16. Mai Die Ganggenauigkeit von Uhren -
Mit dem Treburer 1m-Teleskop auf der Suche nach Exoplaneten
Johannes M. Ohlert
23. Mai Karl Schwarzschild - Der letzte Universalastronom Martin Stammberger
30. Mai Polarisieren Physiker? Friedrich W. Volck
06. Juni Saturn am Abendhimmel Volker Heinrich
13. Juni Der dynamische Himmel - von Novae und Supernovae Sebastian Heß
20. Juni Das Echo des Urknalls Zuzana Slavkovská
27. Juni Kosmische Meterstäbe – Wie Astronomen Entfernungen messen Klaus Sterlike
04. Juli Wie das Wasser auf die Erde kam Volker Heinrich
11. Juli Die Himmelsscheibe von Nebra Bruno Deiss
18. Juli Schwarze Löcher und ihr dunkles Geheimnis Martin Stammberger
25. Juli Kosmische Photonen sammeln - Astrofotografie mit der Spiegelreflexkamera
(Link zum Vortrag: hier (220 MB))
Olaf Filzinger
12. September Das astronomische zweite Halbjahr 2014 Dietmar Bönning
19. September NEOs - eine Gefahr für die Erde? Volker Heinrich
26. September Auf Asteroidenjagd am Taunus Observatorium
(Link zum Vortrag: hier)
Stefan Karge
03. Oktober Feiertag - keine Veranstaltung  
10. Oktober Deep Sky Astrofotografie
(Vortragsfolien: hier)
(Video zum Vortrag: hier)
Sighard Schräbler
17. Oktober Steine und Sterne: prähistorische Astronomie Bruno Deiss
24. Oktober Fünfzig Jahre fast total unsymmetrische Welt Friedrich W. Volck
31. Oktober Galileo Galilei - Begründer der modernen Naturwissenschaft Dietmar Bönning
07. November Dunkle Materie im Kosmos Martin Stammberger
14. November Als der Drache das Fliegen lernte -
Bemannte Raumfahrt in China und Japan
Martin Bender
21. November Nukleare Uhren und das Alter des Universums René Reifarth
28. November Der eingefrorene Ur-Sound des Kosmos Bruno Deiss
05. Dezember Rosetta – Rendezvous mit einem Kometen Stefan Karge
12. Dezember Ich sehe was, was du nicht siehst: das Licht Friedrich W. Volck
19. Dezember Der Stern von Bethlehem Martin Stammberger

 

Themenbeschreibung

Fr 17. Januar 2014, 20 Uhr
Das astronomische erste Halbjahr 2014 (Stefan Karge)
Das erste Halbjahr 2014 gibt sich wieder alle Mühe uns mit interessanten Himmelserscheinungen zu erfreuen. Die „Stars“ am Nachthimmel über Frankfurt im kommenden Sommerhalbjahr sind der rote Planet Mars sowie die beiden Gasriesen Jupiter und sein beringter Kollege Saturn. Natürlich werfen wir auch einen Blick auf die aktuellen Sternbilder. Beobachtungstipps sowie Hinweise zu weiteren spannenden astronomischen Ereignissen gibt es im Vortrag.

(Link zum Vortrag: hier)

Fr 24. Januar 2014, 20 Uhr
Realität und Wirklichkeit - Das Universum im Kopf (Bruno Deiss)
Jede Information breitet sich höchstens mit Lichtgeschwindigkeit aus. Beobachtungen entfernter Sterne und Galaxien zeigen nur, wie die Objekte beschaffen waren, als sie das heute auf der Erde empfangene Licht abstrahlten – ihre vergangene „Realität“. Was wir als „Wirklichkeit“ bezeichnen, ist die Summe vieler Vergangenheiten aus unterschiedlichen Tiefen des Raumes. Wie unterscheiden sich die „Wirklichkeiten“ unterschiedlicher Beobachter im Kosmos?

Fr 31. Januar 2014, 20 Uhr
Science vs. Fiction 2014: über die Physik und Technik der Zukunft (Sighard Schräbler)
Nach Moores Gesetz verdoppelt sich die Rechenleistung pro Dollar alle 2-3 Jahre. In der Energietechnik scheint es dagegen fundamental schwieriger zu sein, Fortschritte zu erzielen. Aus beiden Beobachtungen lassen sich Schlussfolgerungen über unsere Zukunft ableiten. Schauen wir also nach, welche Ideen aus dem SciFi-Genre realisierbar erscheinen oder andererseits sogar gegen physikalische Gesetze verstoßen. Soviel ist klar, es wird Sie überraschen!

Fr 07. Februar 2014, 20 Uhr
Was gehen uns die Quanten an? (Friedrich W. Volck)
Im täglichen Leben hat man den Eindruck, dass alles gemäß der klassischen Physik abläuft: nach dieser läuft die Erde um die Sonne, nach dieser erwärmt die Energie der Sonnenstrahlung die Erde, nach dieser reflektieren die Spiegel der Teleskope das Sternenlicht ... Zu was also Quantenphysik? Selbst der bekannte Physiker Feynman sagte: I think I can safely say that nobody understands quantum mechanics.

Fr 14. Februar 2014, 20 Uhr
GPS, Glonass, Galileo & Co (Dietmar Bönning)
Mit Beginn der Raumfahrt und der Einführung des NAVSTAR-GP-Systems oder des GLONASS bietet sich heute jedem die technische Möglichkeit, die eigene Position durch die Beobachtung von "künstlichen Sternen" (Satelliten) zu bestimmen. Selbst kleine Empfänger geben den Standort auf 10 m genau an. Wie aber erreichen Vermessungsingenieure aus denselben Daten eine Genauigkeit von 1 cm? Weiteres zur satellitengestützten Positionierung im Vortrag.

Fr 21. Februar 2014, 20 Uhr
Achtung Strahlung – Risiken im All(tag) (Kathrin Göbel)
Die Erde wird pausenlos von Kosmischer Strahlung bombardiert. Das Leben auf der Erde wird durch Atmosphäre und Erdmagnetfeld geschützt. Für Mensch und Material im All stellt die Strahlung aber eine Gefahr dar. Wo haben wir in unserem Alltag mit Strahlung zu tun? Wie wirkt sich Strahlung auf unsere Körper aus? Aktuelle Experimente auf der ISS und an Beschleunigeranlagen bringen spannende Einblicke.

Fr 28. Februar 2014, 20 Uhr
Boten aus der Frühzeit des Sonnensystems - wie Meteoriten uns helfen, die Welt zu verstehen (Volker Heinrich)
Meteoriten faszinieren Forscher seit langer Zeit. Von einer Kuriosität der Natur mausern sich Meteoriten zu einem machtvollen Werkzeug der Wissenschaft, denn ihre gründliche Analyse enthüllt uns Fakten aus der Bildungsphase unseres Planetensystems. Ihre Vielfalt zeigt uns, dass viele sehr unterschiedliche Himmelskörper Quellen meteoritischen Materials sind. Nicht zuletzt beeinflussten und beeinflussen Meteoriten bis in unsere Zeit das Leben auf unserer Erde.

Fr 07. März 2014, 20 Uhr
Schwarze Löcher - Neues von den galaktischen Allesfressern (Tanja Heftrich)
"Aktive Galaxien" gehören zu den energiereichsten Objekten im Universum. In deren Zentrum befinden sich vermutlich gigantische schwarze Löcher. Aber was genau liefert diese enorme Energie? Wie kann man sich diese rätselhaften, extrem kompakten Objekte vorstellen? Beobachtungen mit den Telekopen der NASA und ESA sowie neue Gedankenexperimente zeigen interessante Neuigkeiten.

Fr 14. März 2014, 20 Uhr
Nukleare Energie in Sternen, Planeten und menschlichen Konstrukten (René Reifarth)
Warum leuchten die Sterne? Warum ist die Erde im Inneren so heiß? Was macht Kernkraftwerke so attraktiv? Die Antwort auf all diese Fragen schlummert in den riesigen Energiemengen, die beim Verschmelzen, Teilen oder Umwandeln von Atomkernen frei werden. In den lebensfeindlichen Umgebungen im Inneren von Sternen oder Planeten ist diese Energiequelle realisiert, aber können wir sie auch in der Nähe von Leben nutzen?

Fr 21. März 2014, 20 Uhr
Unser griechischer Himmel (Friedrich W. Volck)
So einiges in unserer Kultur geht auf die "alten Griechen" zurück. Da wundert es nicht, dass die diese uns auch ihren Himmel vererbt haben: Andromeda, Perseus, Orion, Herkules der Schlangenträger, der Adler und viele mehr. Bleibt die Frage: warum kamen gerade diese Figuren an den Himmel, warum gibt es keine Götter daselbst. Und dazu kommen noch einige schöne Geschichten.

Fr 28. März 2014, 20 Uhr
Immer Ärger mit den Außerirdischen (Martin Stammberger)
Die Anzahl der mit intelligentem Leben bevölkerten Planeten in unserer Milchstraße kann man aufgrund plausibler Annahmen tatsächlich ausrechnen. Wie groß die Chance ist, dass irgendwo außerirdisches Leben entstanden sein könnte, ob es gar intelligentes Leben ist, wie diese Aliens aussehen und welche Schwierigkeiten es bei der Kommunikation mit ihnen gibt, ist Gegenstand dieses Vortrags.

Fr 04. April 2014, 20 Uhr
Bedeckungen (Georg Piehler)
In der Astronomie ist eine freie Sicht auf die Objekte in der Regel sehr vorteilhaft. Aber gerade bedeckte Objekte können Informationen liefern, die sonst kaum zu ermitteln sind. Immer wenn mehrere Körper im Spiel sind, können "Bedeckungen" auftreten. Dazu zählen Sternbedeckungen, Finsternisse, Bedeckungsveränderliche und Exo-Planeten,. Bedeckungen bieten die Chance, mit relativ einfachen Mitteln viel über die kosmischen Objekte zu erfahren.

Fr 11. April 2014, 20 Uhr
Mission GAIA: Die neue Vermessung der Welt (Bruno Deiss)
In den kommenden fünf Jahren wird das neue europäische Weltraum-Teleskop Gaia eine „Volkszählung“ der besonderen Art durchführen: Helligkeit, Position und Geschwindigkeit von einer Milliarde Sternen werden etwa 70 mal in einer bislang unerreichten Präzision vermessen. Das Ergebnis wird unsere Kenntnis von der Zusammensetzung, der Entstehung und Entwicklung unserer Milchstraße revolutionieren. Ganz nebenbei werden dabei auch entfernte Quasare, Exo-Planeten sowie Asteroiden aufgespürt.

Fr 18. April 2014
Karfreitag (keine Veranstaltung)

Fr 25. April 2014, 20 Uhr
Kam das Leben aus dem All? (Volker Heinrich)
Eines der großen Mysterien des Universums ist die Entstehung des Lebens. Für die einen Ausdruck göttlicher Schöpfung sehen andere darin einen natürlichen Vorgang der überall dort automatisch abläuft, wo die passenden Bedingungen herrschen. Ist auf der Erde die Saat aufgegangen, die das Universum ausgebracht hat? Ist das Leben auf der Erde eine "regionale Erscheinung"? Sie werden an diesem Abend keine endgültigen Antworten erhalten aber vielleicht einige aktuelle Aspekte zur Frage nach dem Woher.

Fr 02. Mai 2014, 20 Uhr
Helioseismologie - Die Sonne als Klangkörper (Bruno Deiss)
Die Sonne, eine glühende Gaskugel, die von der eigenen Schwerkraft zusammengehalten wird, pulsiert und schwingt in charakteristischer Weise. Art und Umfang dieser Vibrationen hängen vom inneren Aufbau der Sonne ab: Je nach Temperatur- und Dichteverlauf ändert sich die „Tonlage“. Die genaue Vermessung dieser Pulsschwankungen liefert ein hervorragendes Diagnosemittel, um etwas über die unzugängliche Kern-Region der Sonne zu erfahren.

Fr 09. Mai 2014, 20 Uhr
Von der Erde zu den Planeten – Auf Raumpatrouille durch das Sonnensystem (Stefan Karge)
Mit dem Beginn der Raumfahrt wurde es erstmals möglich Bilder und Daten der Planeten unseres Sonnensystems aus nächster Nähe zu gewinnen. Der Vortrag gibt einen Überblick über unser heutiges Bild von den Planeten aus der Sicht diverser Raumfahrtmissionen. Garniert mit beeindruckenden Bildern machen wir auch Station bei den Asteroiden und Kometen. Begleiten Sie mich bei einer Bilderreise durch das Sonnensystem.

Fr 16. Mai 2014, 20 Uhr
Die Ganggenauigkeit von Uhren - Mit dem Treburer 1m-Teleskop auf der Suche nach Exoplaneten (Johannes M. Ohlert)
Bei der Suche nach Planeten in anderen Sonnensystemen wird neben der Radialgeschwindigkeits- und Transitmethode auch die Transit-Zeit-Variationsmethode angewandt. Dabei wird nach periodischen Unregelmäßigkeiten der Transitzeiten in bereits bekannten Exoplanetensystemen gesucht. Die Astronomie Stiftung Trebur ist seit einigen Jahren an internationalen Messkampagnen beteiligt. Im Vortrag werden die erfolgversprechenden Messungen zum Nachweis eines möglichen Exoplaneten vorgestellt.

Fr 23. Mai 2014, 20 Uhr
Karl Schwarzschild - Der letzte Universalastronom (Martin Stammberger)
Einer der letzten Wissenschaftler, der auf dem gesamten Gebiet der Astronomie arbeitete, war der Frankfurter Karl Schwarzschild (1873-1916). Von der Relativitätstheorie und Schwarzen Löchern bis zur Sternzählung sind seine Forschungen bis heute richtungweisend. Fotografen kennen den "Schwarzschildeffekt" des Filmmaterials. Das viel zu kurze Leben und vor allem das Werk dieses bedeutenden Sohns unserer Stadt sind Gegenstand des Vortrags.

Fr 30. Mai 2014, 20 Uhr
Polarisieren Physiker? (Friedrch W. Volck)
Menschen können polarisieren, aber auch Kristalle. Bei der Lichtstreuung wird polarisiert: So ist das Himmelsblau teilweise polarisiert - eine Tatsache, die schon die Wikinger zur Navigation nutzten und auch von Bienen genutzt wird. Die Hintergrundstrahlung, die uns vom Urknall erreicht, das reflektierte Licht von einem klaren See und das Licht von Pulsaren sind allesamt polarisiert. Man sieht Polarisation im Himmel und auf Erden.

Fr 06. Juni 2014, 20 Uhr
Saturn am Abendhimmel (Volker Heinrich)
Saturn steht in diesen Monaten leicht sichtbar am abendlichen Himmel - ein guter Anlass sich mal wieder mit dem schönsten Planeten des Sonnensystems zu befassen. Das Saturnsystem bietet viel Abwechslung. 62 Monde, die faszinierenden Ringe und exotische Phänomene sorgen für ausreichend Gesprächsstoff. Und wir verraten Ihnen, warum Sie in nächster Zukunft den Saturn unbedingt anschauen sollten...

Fr 13. Juni 2014, 20 Uhr
Der dynamische Himmel - von Novae und Supernovae (Sebastian Heß)
Obwohl der Himmel zumeist gleich scheint, überrascht er uns manchmal mit scheinbar "neuen" Sternen. Die Ursache normaler "Novae"-Ereignisse ist der Massetransfer von einem Begleitstern auf einen Weißen Zwerg. Dabei kommt es zu regelmäßigen aber begrenzten Kernfusions-Reaktionen. Überschreitet der Weiße Zwerg dabei aber eine bestimmte Massegrenze, versagen die üblichen Kräfte. Es kommt zu thermonuklearen Explosionen, die das Doppelsternsystem zerstören und über Millionen Lichtjahre sichtbar werden.

Fr 20. Juni 2014, 20 Uhr
Das Echo des Urknalls (Zuzana Slavkovská)
Nach der Urknalltheorie entstand das Universum vor etwa 13,8 Milliarden Jahren aus einem extrem heißen und dichten Anfangszustand. Aber woher weiß man das? Das Weltraumteleskop Planck hat das Echo des Urknalls vermessen und das bisher schärfste Bild des jungen Universums aufgenommen. Es gibt mehr Galaxien, Sterne und Planeten, aber auch mehr mysteriöse Dunkle Energie als man vermutete.

Fr 27. Juni 2014, 20 Uhr
Kosmische Meterstäbe – Wie Astronomen Entfernungen messen (Klaus Sterlike)
Wie viele Kilometer sind es bis zur Sonne? Wie groß ist das Sonnensystem? Sind die Sterne wirklich so unglaublich weit von uns entfernt? Wie groß ist das Weltall? Die Antworten auf diese Fragen sind grundlegend für unser Bild vom Aufbau der Welt. Der Vortrag gibt einen Einblick in die spannende Geschichte der astronomischen Entfernungsmessung.

Fr 04. Juli 2014, 20 Uhr
Wie das Wasser auf die Erde kam (Volker Heinrich)
Wasser - der Quell des Lebens. Als das Leben das Land eroberte, da nahm es die lebensnotwendige Flüssigkeit einfach mit. Sie selbst bestehen zu 70 Gewichtsprozent aus Wasser. Und doch ist unklar, woher das Wasser unseres Planeten stammt. Wir beleuchten die verschiedenen Ansätze, diese "lebenswichtige" Frage zu klären.

Fr 11. Juli 2014, 20 Uhr
Die Himmelsscheibe von Nebra (Bruno Deiss)
Die vor einigen Jahren entdeckte bronzene "Himmelsscheibe" vom Mittelberg in Sachsen-Anhalt gilt als archäologische Sensation. Vor über 3600 Jahren entstand hier die weltweit erste "realistische" Abbildung des gestirnten Himmels: Sonne, Mond und Plejaden sind zu erkennen, Horizontbögen aus Goldblech geben die Morgen- und Abendweite des Sonnenlaufs wieder. Aber gibt es auch andere Deutungen und ist die Scheibe überhaupt echt?

Fr 18. Juli 2014, 20 Uhr
Schwarze Löcher und ihr dunkles Geheimnis (Martin Stammberger)
Obwohl Schwarze Löcher zu den großen Rätseln im Universum gehören, sind sie inzwischen "astronomischer Alltag". Supermassive Schwarze Löcher in galaktischen Zentren sind genauso selbstverständlich wie stellare Schwarze Löcher in Doppelsternsystemen. Doch immer wieder - zuletzt durch einen Artikel von Steven Hawking - zeigt sich, dass es mehr Fragen als Antworten gibt und dass Schwarze Löcher anscheinend doch nicht ganz so schwarz sind.

Fr 25. Juli 2014, 20 Uhr
Kosmische Photonen sammeln - Astrofotografie mit der Spiegelreflexkamera (Olaf Filzinger)
Digitalfotografie sei Dank, kann heute jeder Besitzer einer modernen Spiegelreflexkamera Astrofotografie betreiben. Einfache Bilder sind hier auch ohne teure Zusatzgeräte möglich, und gerade in der Urlaubszeit reisen viele an Orte, die einen richtig dunklen Nachthimmel bieten. Dass sich solche Aufnahmen lohnen, zeigt dieser Vortrag, der die Lernkurve von einfachen Aufnahmen ohne Nachführung bis zu lang belichteten Aufnahmen durch das Teleskop zeigt.
(Link zum Vortrag: hier (220 MB))

Fr 12. September 2014, 20 Uhr
Das astronomische zweite Halbjahr 2014 (Dietmar Bönning)
Auch im zweiten Halbjahr ist der astronomische Tisch am Himmel reichlich gedeckt und hält so manches interessante Ereignis für uns bereit. Egal, ob man mit bloßem Auge, Feldstecher oder einem kleinen Teleskop beobachtet: für alle Interessierte ist mal wieder reichlich "Schmackhaftes" dabei, über das dieser Vortrag informieren soll.

Fr 19. September 2014, 20 Uhr
NEOs - eine Gefahr für die Erde? (Volker Heinrich)
Near Earth Objects (NEO) sind kleine Himmelskörper, deren Umlaufbahnen sie nahe an die Erde heran führen. Üblicherweise passiert nichts - in seltenen Fällen kommt es jedoch zum Zusammenstoß beider Körper. Für das NEO bedeutet die Kollision das Ende seiner Existenz, für die Erde kommt es auf die Größe des Impaktors an. Im günstigsten Fall sehen irdische Augenzeugen eine spektakuläre Himmelserscheinung, im schlimmsten Fall die Apokalypse.

Fr 26. September 2014, 20 Uhr
Auf Asteroidenjagd am Taunus Observatorium (Stefan Karge)
Der Physikalische Verein in Frankfurt betreibt seit bald 20 Jahren eine Außensternwarte innerhalb des universitären Forschungsgeländes auf dem Kleinen Feldberg im Taunus. Eine spezielle Gruppe von Aktiven befasst sich dort mit der Entdeckung und Weiterverfolgung von Asteroiden innerhalb unseres eigenen Sonnensystems. Der Vortrag stellt zunächst die Taunus Sternwarte vor und berichtet anschließend von der nächtlichen Arbeit der erfolgreichen Asteroidenjäger.
(Link zum Vortrag: hier)

Fr 03. Oktober 2014, 20 Uhr
Feiertag - keine Veranstaltung

Fr 10. Oktober 2014, 20 Uhr
Deep Sky Astrofotografie (Sighard Schräbler)
So müssen sich im Jahre 1923 Edwin Hubble und Milton Humason auf der Mt. Wilson-Sternwarte gefühlt haben, als sie den Andromedanebel M31 mit dem 100 Zoll Hooker Spiegelteleskop auf Platte belichteten: Erstmals ließ sich der nebelige Fleck (wörtlich: Galaxie) in Einzelsterne auflösen. Damit war klar: der Andromedanebel ist eine extrem weit entfernte Ansammlung von Sternen und das Weltall damit deutlich größer als gedacht. Dank weitaus besserer Kameratechnik gelingt diese Abbildungsleistung heute mit Amateurgeräten.
(Vortragsfolien: hier)
(Video zum Vortrag: hier)

Fr 17. Oktober 2014, 20 Uhr
Steine und Sterne: prähistorische Astronomie (Bruno Deiss)
Mit Hilfe moderner Sondierungsmethoden wurden in neuester Zeit in Deutschland etliche im Boden verborgene Überbleibsel prähistorischer Bauwerke entdeckt, deren Orientierung nicht willkürlich zu sein scheint. Vermutlich wurden sie auf astronomisch bedeutsame Punkte am Horizont ausgerichtet. Diese aus Gräben, Stein- und Pfostenreihen bestehenden Anlagen dienten offenbar sakralen Zwecken: möglicherweise deuteten dort "Priesterastronomen" bestimmte Himmelsphänomene und legten Beginn und Ende von Epochen fest.

Fr 24. Oktober 2014, 20 Uhr
Fünfzig Jahre fast total unsymmetrische Welt (Friedrich W. Volck)
Gesichter sind mehr oder weniger symmetrisch und Schmetterlinge auch. Im Universum gibt es allem Anschein nach mehr Materie als Antimaterie.. Aber in welcher Weise hat das mit Symmetrie zu tun? Seit Mitte der 50er-Jahren wissen die Physiker, dass die Welt nicht symmetrisch ist und seit 1964, dass sie offenbar noch weniger symmetrisch ist - und das hat etwas zu tun mit Pinguinen.

Fr 31. Oktober 2014, 20 Uhr
Galileo Galilei - Begründer der modernen Naturwissenschaft (Dietmar Bönning)
Vor 450 Jahren in Pisa geboren, gilt er fast wie kein anderer seiner Zeitgenossen als Begründer der modernen Naturwissenschaften: Galileo Galilei. Als eines der letzten "Universalgenies" wird in ihm der emanzipatorische Kämpfer des forschenden Geistes gegenüber einer "reaktionären" Geisteshaltung gesehen. Galilei pochte darauf, dass Erkenntnisse aus Fragen an die Natur durch Experimente gewonnen werden, anstatt sie allein aus einem sich auf Autorität stützenden Glauben abzuleiten. Der Vortrag zeichnet das Leben dieses außergewöhnlichen Mannes nach und beleuchtet sein Verhältnis zu den Mächtigen seiner Zeit.

Fr 07. November 2014, 20 Uhr
Dunkle Materie im Kosmos (Martin Stammberger)
Das Weltall ist nicht das, was wir glauben zu sehen. Es ist von einer geheimnisvollen, unsichtbaren Materieform erfüllt, deren Existenz sich nur durch die Schwerkraftwirkung nachweisen lässt. Dass "Dunkle Materie" im Universum existiert, gilt als sicher - aus was sie besteht, weiß niemand. Satelliten haben in letzter Zeit rätselhafte Signale aufgefangen, die möglicherweise von der Dunklen Materie stammen und das Rätsel lösen könnten.

Fr 14. November 2014, 20 Uhr
Als der Drache das Fliegen lernte - Bemannte Raumfahrt in China und Japan (Martin Bender)
Etwas unbeobachtet von den bekannten Größen auf dem Gebiet der bemannten Raumfahrt hat in Asien eine ganz eigene Entwicklung stattgefunden. Seit den 70er Jahren schicken China und Japan Satelliten und nun auch Menschen in den Weltraum. Während die Chinesen auf eigene Entwicklungen zu bemannten Flügen setzen, orientieren sich die Japaner an US-amerikanischer Technologie. Der Vortrag erläutert diese unterschiedlichen Strategien näher.

Fr 21. November 2014, 20 Uhr
Nukleare Uhren und das Alter des Universums (René Reifarth)
Die wohl bekannteste Methode zur Bestimmung des Alters des Universums beruht auf der gleichzeitigen Bestimmung von Entfernung und Geschwindigkeit weit entfernter kosmischer Ereignisse. Eine direktere Methode nutzt den zeitlichen Verlauf des Zerfalls radioaktiver Atomkerne. Grundvorraussetzung ist das genaue Verständnis der Produktion der Atomkerne in den Sternen als Funktion des galaktischen Zeitalters. Die dafür nötigen Reaktionsraten können in heutigen Laboren untersucht werden.

Fr 28. November 2014, 20 Uhr
Der eingefrorene Ur-Sound des Kosmos (Bruno Deiss)
Nach dem Urknall war das Universum erfüllt von einem heißen Plasma. Schallwellen erzeugten darin ein Muster von Verdichtungszonen: die Keime der ersten Sterne und Galaxien. Bis heute trägt die Verteilung der kosmischen Materie – der Galaxien - das eingefrorene Muster dieses „Ur-Sounds“ des Universums in sich und liefert wertvolle Informationen über das Wirken von Dunkler Materie und Dunkler Energie.

Fr 05. Dezember 2014, 20 Uhr
Rosetta – Rendezvous mit einem Kometen (Stefan Karge)
Rosetta, so heißt die wohl ehrgeizigste Kometensonde der Europäer. Ziel ist der Komet 67/P, der ab August 2014 durch Rosetta erforscht wird. Höhepunkt ist dabei die Landung auf der Kometenoberfläche, die für November 2014 geplant ist. Im Vortrag wird die Mission sowie der Forschungsschwerpunkt „Kometen“ näher vorgestellt. Natürlich sollen auch aktuellste Bilder dieser einzigartigen Begegnung gezeigt werden.

Fr 12. Dezember 2014, 20 Uhr
Ich sehe was, was du nicht siehst: das Licht (Friedrich W. Volck)
All unser Wissen über alles Himmlische – die Sonne, die Planeten, die Sterne, die Galaxien, den Urknall – verdanken wir dem Licht und alles, was wir sehen, sehen wir des Lichtes wegen. Einst dachte man, dass Licht Teilchenstrahlung sei, dann wiederum, dass es Wellen seien. Und seit Max Planck und Albert Einstein wissen wir, dass Licht weder das eine noch das andere ist - aber was ist es dann?

Fr 19. Dezember 2014, 20 Uhr
Der Stern von Bethlehem (Martin Stammberger)
Die Geburt Christi wurde - wenn man dem Matthäusevangelium Glauben schenkt - von einem hellen, geheimnisvollen Stern angekündigt und begleitet. Er wies den "Weisen aus dem Morgenland" den Weg nach Bethlehem. Möglicherweise lag dem Wunderstern ein reales astronomisches Ereignis zugrunde: ein Komet, eine seltene Planetenkonjunktion oder etwas ganz anderes? Das Rätsel ist bis heute noch nicht vollständig gelöst.

 

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