NaturWissenschaft und Technik

 

 

 

In dieser Veranstaltungsreihe werden aktuelle Themen und Forschungsprojekte aus den physikalischen Wissenschaften allgemeinverständlich präsentiert. Namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellen ihre Ergebnisse vor. Die Bandbreite der Themen geht dabei auch in andere naturwissenschaftliche sowie naturphilosophische Bereiche hinein.

 

Programm 2017 (wird fortlaufend ergänzt)

 

Donnerstag, 26. Januar 2017, 14 - 18 Uhr
"Meere und Ozeane – geschätzt, genutzt und bedroht"
26. Frankfurter Sonderkolloquium der Reihe Technik und Gesellschaft im Dialog.
Gemeinsame Veranstaltung von DECHEMA, Physikalischer Verein, GDCh, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, DVS, VDI, DBG

Veranstaltung im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016/2017.
Meere und Ozeane bedecken etwa 70 Prozent der Erde und bieten Lebensraum für unzählige Pflanzen und Tiere. Auch der Mensch ist eng mit dem Meer verbunden. In weiten Regionen der Welt sind Fisch und Meerestiere eine wichtige Nahrungsquelle. Für viele gehört das Meer zu einem perfekten Urlaub dazu. Doch müssen wir uns fragen – werden wir dem Meer als „Ressource“ gerecht? Plastikmüll bedroht zunehmend Lebewesen und Seevögel, auch andere Schadstoffe belasten die Meere. Und wenn wir Fisch oder andere Meeresfrüchte essen, dann landen alle diese Dinge letztendlich wieder beim Verursacher – dem Menschen. Wie schlimm steht es um das Meer? Wie können wir das Meer nutzen, ohne ihm zu schaden? Darf Fisch noch auf unserem Speiseplan stehen? Diese und weitere spannende Fragen rundum das Meer als Ressource werden vier Experten aus verschiedenen Bereichen diskutieren.
Logo Wissenschaftsjahr 2017
Ozean
Bild: Lunar and Planetary Laboratory
Programm:

Begrüßung

Prof. Dr. Kurt Wagemann, DECHEMA e.V., Dr. Peter Nagler, GDCh

Der schmale Grad zwischen Hype und Gefahr: Mikroplastik im Meer
Dr. Sebastian Primpke, Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven

Meereschemiker auf See - Monitoring chemischer Schadstoffe
Prof. Dr. Detlef Schulz-Bull, Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde, Rostock

Vom Meerwasser zum solaren Brennstoff zum Trinkwasser
Dipl.-Chem. Sören Dresp, Institut für Chemie/Technische Chemie, Technische Universität Berlin

Neue Schadstoffe in Meeressäugern und Fisch – natürlich halogeniert!
Prof. Dr. Walter Vetter, Institut für Lebensmittelchemie, Universität Hohenheim

Moderation:
Dr. Karin J. Schmitz, Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V., Frankfurt am Main

Ort: DECHEMA HAUS, Theodor-Heuss-Anlage 25, 60486 Frankfurt am Main
Eintritt frei, Anmeldung erwünscht, Anmeldung nur bei DECHEMA: hier klicken

 

Mittwoch, 1. Februar 2017, 19:30 Uhr
Wie profitiert die Medizintechnik von elektromagnetischer Sensorik?
Prof. Dr. Viktor Krozer, Physikalisches Institut, Goethe-Univ. Frankfurt
Elektromagnetische Sensorik hat sich in vielen Bereichen der Gesellschaft etabliert, wie beispielsweise automatisiertes Fahren, zerstörungsfreie Prüfung und Bildgebung. Die Medizintechnik kann in vielen Bereichen von diesen neuen Entwicklungen profitieren. Im Vortrag werden mögliche Anwendungsfelder und deren Relevanz in der Medizintechnik besprochen. Im Anschluss werden Ergebnisse aufgezeigt, die sowohl den erfolgreichen Einsatz in der Medizintechnik darstellen als auch die dafür notwendigen Entwicklungen in der Technik identifizieren.

Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Str. 14-16, Frankfurt (Lageplan: hier)
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.
CAD Modell
Bild: unbekannt

 

Mittwoch, 15. Februar 2017, 19:30 Uhr
Die Jagd nach den Geisterteilchen
Prof. Dr. Joachim Kopp, Johannes Gutenberg University Mainz
Crab Nebula
Bild: unbekannt
Neutrinos - oft auch „Geisterteilchen“ genannt – sind die vielleicht seltsamsten bekannten Elementarteilchen: sie wiegen fast nichts, durchdringen Materie fast ungehindert und haben sehr ungewöhnliche quantenphysikalische Eigenschaften. Wie sich diese Quanteneffekte äußern und wie man ihnen mit gigantischen Detektoren auf die Spur kommen kann, ist das Thema dieses Vortrags.


Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Str. 14-16, Frankfurt (Lageplan: hier)
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.

 

Mittwoch, 8. März 2017, 19:30 Uhr
Luise Lange - Pionierin der Relativitätstheorie
Dr. Andrea Reichenberger, Universität Paderborn
Im Bibliotheksarchiv der Universität Göttingen befindet sich ein Manuskript zur Vorlesung des berühmten Mathematikers David Hilberts mit dem Titel „Statistische Mechanik“ von 1914 – ausgearbeitet von Luise Lange (1891-1987). Ihren Namen sucht man heute vergeblich in Lexika, Biographien, Bibliographien, im Internet oder in der Liste der Deutschen Mathematiker- und Physikervereinigung.
Andrea Reichenberger berichtet von ihrer Entdeckung einer bemerkenswerten Frau und Wissenschaftlerin. Sie verfolgt Luise Langes Weg über Göttingen nach New York und Chicago, von den revolutionären Umbrüchen in der Physik im frühen 20. Jahrhundert bis hin zu der spannenden Zusammenarbeit amerikanischer und russischer Mathematiker zur Zeit des Kalten Krieges.
Addressograph-Multigraph
Bild: Universitätsarchiv Göttingent
Dr. Andrea Reichenberger ist Wissenschaftshistorikerin und Philosophin im Lehr- und Forschungsbereich „History of Women Philosophers and Scientists“ der Universität Paderborn (Link: hier).

Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Str. 14-16, Frankfurt (Lageplan: hier)
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.

 

 

 

Themenreihe: "Kosmos - Vom Urknall zum System Erde"

Gemeinsame Vortragsreihe des Physikalischen Vereins und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN)
Logo
„Kosmos“ – Vom Ursprung her meint dieser Begriff das geordnete Ganze, die Welt und ihre Naturgesetze als Gesamtheit. Tatsächlich ist auch nach moderner Auffassung klar: die Entstehung und Entwicklung des Systems Erde ist nur vor dem Hintergrund der Evolution des Universums als Ganzes zu verstehen.
Im ersten Teil der Vortragsreihe (März und April) geht es um Kosmologie, um die Entstehung der Elemente sowie um die Analyse kosmischen Staubs – hier treffen sich Mikro- und Makrokosmos.
Der zweiten Teil beschäftigt sich mit der Suche nach bewohnbaren Zonen, mit Meteoriten, Asteroiden und den von ihnen ausgehenden Gefahren sowie der künftigen Weltraumforschung.

 

Mittwoch, 15. März 2017, 19:15 Uhr
Die dunkle Seite des Universums
Prof. Dr. Jochen Weller, Ludwigs-Maximilians-Universität München
Galaxy
Bild: unbekannt
Astronomen wissen, dass sie fast nichts von dem sehen können, was das Schicksal unseres Universums bestimmt: Unser Weltall expandiert, und das mit immer schnellerer Geschwindigkeit – aber kein Physiker weiß, welche Energie diese Ausdehnung antreibt. Weil ihre Natur noch völlig unbekannt ist, wird sie Dunkle Energie genannt. Ebenso unsichtbar ist ein Großteil der Materie im Kosmos. Sie verrät sich nur durch ihre Anziehungskraft auf Sterne, Galaxien und Licht. Weil diese Dunkle Materie selbst mit den besten Teleskopen der Welt bisher nicht direkt auszumachen war, muss sie aus einem Stoff bestehen, der weder Licht ausstrahlt noch in sich aufnimmt.

Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Str. 14-16, Frankfurt (Lageplan: hier)
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.



Mittwoch, 29. März 2017, 19:15 Uhr
Kosmische Hexenkessel
Prof. Dr. René Reifarth, Experimentelle Astrophysik Goethe-Universität Frankfurt
Unmittelbar nach dem Urknall gab es nur sehr wenige, leichte Elemente im Weltall. Leben, wie wir es heute kennen, ja nicht einmal die Erde selbst, könnte aus diesen gasförmigen Elementen entstehen. Es dauerte etwa eine halbe Milliarde Jahre, bis die ersten Sterne entstanden. Nur dort herrschen über lange Zeiträume Bedingungen, die die Entstehungen schwererer Elemente wie Kohlen- Sauer- oder Stickstoff bis hin zum Eisen ermöglichen. Gegen Ende des Sternlebens wird das frisch produzierte Material in Form von Staubwolken abgegeben und neue Sterne und Planeten konnten sich daraus bilden. Damit waren die Grundlagen für das heute bekannte organische Leben gelegt.

Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Str. 14-16, Frankfurt (Lageplan: hier)
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.
Addressograph-Multigraph
Bild: Dr. Mario Weigand



Mittwoch, 5. April 2017, 19:15 Uhr
Sonne, Mond und Sterne. Frühe Astronomie im Alten Ägypten und Mesopotamien
PD Dr. Rita Gautschy, Departement Altertumswissenschaften der Universität Basel
Astronomía egipcia
Bild: Jacques.e. Livet
Für unsere Vorfahren, die jagten, sammelten und später dann auch Getreide anbauten, war es von grosser Wichtigkeit, zu wissen, wann der beste Zeitpunkt für gewisse Aktivitäten war. Ohne eine solide Kenntnis der Gegebenheiten in ihrer Umwelt hätten sie vermutlich nicht überleben können. Zu dieser Umwelt gehörte auch der Himmel. Kosmische Phänomene wurden immer auch mythologisch-religiös interpretiert. Daher ist die frühe Astronomie untrennbar mit Mythologie und Religion verbunden. Im Vortrag wird anhand der erhaltenen schriftlichen und bildlichen Quellen ein Überblick des greifbaren astronomischen Wissens der alten Ägypter und der Mesopotamier vom 3. bis zum 1. Jahrtausend v. Chr. gegeben.

Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Str. 14-16, Frankfurt (Lageplan: hier)
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.



Mittwoch, 19. April 2017, 19:15 Uhr
Staubiges Universum – Kosmische Körnchen im Labor
Dr. Ulrich Ott, Max-Planck-Institut für Chemie, Mainz
Staub ist allgegenwärtig im Universum. Staub bildet sich aus den Winden bzw. Auswurfprodukten von Roten Riesen-Sternen und explodierenden Supernovae (Sternenstaub). Im interstellaren Raum wird Staub zerstört und neuer Staub bildet sich (interstellare Materie). Im Sonnensystem schließlich wird Staub aus Asteroiden durch Impakte freigesetzt, aus Kometen bei Annäherung an die Sonne (interplanetarer Staub). Außerirdische Materie (einige zehntausend Tonnen pro Jahr), die auf die Erde einfällt, ist zum größten Teil Staub (Mikrometeorite, kleiner als ein Millimeter). Detaillierte Analysen im Labor erlauben Rückschlüsse auf Prozesse im und außerhalb des Sonnensystems, heute und vor seiner Entstehung.

Micrometeorite particle
Bild: Bastian Baecker
Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Str. 14-16, Frankfurt (Lageplan: hier)
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.



Mittwoch, 3. Mai 2017, 19:15 Uhr
Von extremen Gegenden auf der Erde in den Erdorbit und darüber hinaus
Dr. Petra Rettberg, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Köln
Kuenstlerische Darstellung der Marssonde ExoMars 2016
Bild: ESA/ATG medialab
Können irdische Bakterien auch unter härtesten Umweltbedingungen überleben, wie beispielsweise auf dem Mars? Das ist eine der astrobiologischen Fragen, die wir mit Hilfe von Experimenten unter standardisierten Bedingungen im Labor, durch Felduntersuchungen an extremen Standorten auf der Erde und durch Weltraumexperimente beantworten wollen. Dabei untersuchen wir die Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit von Mikroorganismen gegenüber den Bedingungen des freien Weltraums oder denen auf der Oberfläche anderer Planeten. Daraus wollen wir ableiten, wo sich die möglichen bewohnbaren Zonen innerhalb und außerhalb unseres Sonnensystems befinden.

Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Str. 14-16, Frankfurt (Lageplan: hier)
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.



Mittwoch, 17. Mai 2017, 19:15 Uhr
Erde auf Kollisionskurs: Was geschieht bei einem Asteroideneinschlag?
Prof. Dr. Thomas Kenkmann, Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg
Die von Kratern übersäten Oberflächen von Planeten und Monden belegen, dass Kollisionen von Himmelskörpern zu den grundlegendsten geologischen Phänomenen in unserem Sonnensystem zählen. Auch die Erde ist diesem kosmischen Bombardement ausgesetzt. Doch was genau geschieht bei einem derartigen Einschlag? Mit welchen Folgen ist zu rechnen und wie hoch ist das Risiko eines Impakts? Im Vortrag werden verschiedene Kraterformen vorgestellt und die hochdynamische Entstehung eines Einschlags erklärt. Die Auswirkungen auf die Umwelt werden ebenso thematisiert wie moderne Strategien zur Abwehr von Asteroiden, die sich auf Kollisionskurs mit der Erde befinden.

Impaktkrater_nahe_Carancas
Bild: Thomas Kenkmann
Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Str. 14-16, Frankfurt (Lageplan: hier)
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.



Mittwoch, 31. Mai 2017, 19:15 Uhr
Meteorite – erstaunliche schwarze Steine außerirdischer Herkunft
Dr. Jutta Zipfel, Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum, Frankfurt a. M.
SikhoteAlinMeteorite
Bild: Wikipedia
Spektakuläre Meteoritenfälle sorgen stets für großes Aufsehen. Doch noch wissen wir wenig darüber, woher diese schwarzen Steine kommen und was sie uns über ihre Mutterkörper verraten. Weltweit wird mit den unterschiedlichsten analytischen Methoden an diesen Fragen geforscht. Der Vortrag stellt den aktuellen Wissensstand über die chemische und isotopenchemische Zusammensetzung der Asteroiden vor und vergleicht diesen mit den aktuellen Daten von Missionen zum Mond und Mars und den Proben eines Asteroiden. Es wird diskutiert, in wieweit Asteroidenmaterial zum Aufbau der inneren Planeten des Sonnensystems beigetragen hat.

Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Str. 14-16, Frankfurt (Lageplan: hier)
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.



Mittwoch, 14. Juni 2017, 19:15 Uhr
Die Entstehung der ersten festen Körper im jungen Sonnensystem
Prof. Dr. Jürgen Blum, Institut für Geophysik und Extraterrestrische Physik, TU Braunschweig
Planeten entstehen in sogenannten protoplanetaren Scheiben, die sich als Nebenprodukt der Sternentstehung bilden. Diese bestehen neben Gas zu etwa einem Prozent aus mikroskopisch kleinen Staubpartikeln, die sich zu größeren Klumpen, den Planetesimalen, vereinen, welche als die Planetenvorläufer angesehen werden. Viele der in den Scheiben ablaufenden Prozesse lassen sich nur mittels Computersimulationen und Laborexperimenten verstehen. Der Vortrag stellt unser heutiges Wissen über die Entstehung der Planetesimale vor und vergleicht sie mit den Kometen in unserem Sonnensystem. Diese sind womöglich die einzigen Zeugen von dessen Entstehung, welche wir anhand der kürzlich abgeschlossenen Rosetta-Mission gerade anfangen zu entschlüsseln.

Künstlerische Darstellung einer protoplanetaren Scheibe
Bild: Nasa
Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Str. 14-16, Frankfurt (Lageplan: hier)
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.



Mittwoch, 28. Juni 2017, 19:15 Uhr
Weltraumforschung im 21. Jahrhundert
Michael Khan, European Space Agency / European Space Operations Center, Darmstadt
Vollmond
Bild: Michael Khan
Gut 60 Jahre nach Beginn des Raumfahrtzeitalters steht die Menschheit vor dem Schritt hinaus ins Sonnensystem. Immer größere und ausgefeiltere robotische Raumsonden werden die Planeten, Monde, Asteroiden und Kometen untersuchen und unser Wissen um die nähere und fernere Umgebung der Erde dramatisch erweitern. Aber auch die Präsenz menschlicher Forscher direkt vor Ort ist und bleibt unersetzlich – zuerst auf dem Erdmond, dann auf erdnahen Asteroiden, in absehbarer Zukunft auf dem Planeten Mars. Die wirtschaftliche Einflusssphäre des Menschen reicht heute schon ins Weltall. Sie wird sich weiter ausdehnen und bald auch den Mond und viele Asteroiden umfassen. Das Sonnensystem gehört allen Menschen – seine friedliche und gemeinschaftliche Nutzung wird die Erde und ihre überbeanspruchte Biosphäre entlasten.

Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Str. 14-16, Frankfurt (Lageplan: hier)
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.






 

Preisverleihungen des Physikalischen Vereins

Donnerstag, 19. Januar 2017, 19:30 Uhr
Verleihung von Förderpreisen des Physikalischen Vereins an junge Wissenschaftler
Öffentliche Festveranstaltung
Gemeinsame Veranstaltung mit dem Fachbereich Physik der Goethe-Universität
Isis
 
Der Eugen-Hartmann-Didaktikpreis wird für hervorragende Staatsexamensarbeiten aus dem Fachbereich Physik der Goethe-Universität verliehen, die die Lehre in den verschiedenen Schularten verbessern. Der Preis erinnert an Eugen Hartmann, den Gründer der Elektrotechnischen Lehranstalt des Physikalischen Vereins im Jahre 1889.

Preisträger
Svetlana Müller
Vergleichende Untersuchung zu Schülervorstellungen zur Elektrizitätslehre in Hessen und Weißrussland

Im Mittelpunkt der empirischen Untersuchung stehen Schüler-vorstellungen zur Elektrizitätslehre in der gymnasialen Sekundarstufe I in Hessen und Weißrussland. Mithilfe des Testinstruments nach Urban-Woldron wurde das Fachwissen von 154 deutschen und 145 weißrussischen SchülerInnen getestet und die Unterschiede zum Verständnis der Elektrizitätslehre statistisch überprüft. Die Ergebnisse wurden mit insgesamt fünf Lehrkräften aus den beiden Ländern im Rahmen von persönlichen Interviews thematisiert.


Angela Pfendler
Entwicklung eines Schülerlabors für die Grundschule zum Thema Luft

„Luft ist nichts!“ – mit dieser These beginnt der Vormittag für die Grundschüler im Schülerlabor zum Thema Luft. Dieses enthält sechs Stationen mit jeweils drei Experimenten, welche verschiedene Phänomene zum Thema Luft aus den naturwissenschaftlichen Bereichen Physik, Biologie und Chemie für die Schüler erfassbar machen sollen. Neben kognitiven Zielen, stehen insbesondere das Erreichen von Aufgeschlossenheit und Interesse gegenüber Naturwissenschaften im Vordergrund.


Albert Teichrew
Didaktische Rekonstruktion der Nukleosynthese schwerer Elemente

In dieser Arbeit werden Unterrichtsinhalte für die Stufe Q4 über kernphysikalische Prozesse zur Entstehung der Elemente im Rahmen des Modells der Didaktischen Rekonstruktion entwickelt. Das Thema verwertet intrinsisches Interesse an astrophysikalischen Inhalten und verknüpft dabei inhaltliche Aspekte der Themenfelder Kernphysik und Astrophysik. Bestehende Schülervorstellungen zu den Elementen, dem Urknall, den Sternen und der Radioaktivität werden mit einer wissenschaftlichen Sichtweise erweitert.

 

 

Der Philipp Siedler-Wissenschaftspreis wird verliehen für Studienabschlussarbeiten aus allen physikalischen Disziplinen der Goethe-Universität. Der Preis würdigt das Ehrenmitglied und den Präsidenten Philipp Siedler, der sich in der Nachkriegszeit für den Wiederaufbau des Vereins einsetzte.

Preisträger
Thilo Hetzke
Pulsed EPR Experiments on Manganese Coordination Spheres

Das Ziel von vorliegender Masterarbeit war die Untersuchung eines Tetracyclin-bindenden RNA-Aptamers mittels EPR-Spektroskopie. Hierbei wurde die hochspezifische Bindung von 13C markiertem Tetracyclin über ein paramagnetisches Mn2+ Ion zur RNA durch eine vergleichsweise unbekannte Methodik (ELDOR-detected NMR) untersucht. Im Vergleich zu anderen EPR-Methoden zeichnet sich ELDOR-detected NMR durch eine sehr hohe Sensitivität aus - natürlich vorkommender 13C-Kohlenstoff wurde mit Messzeiten kleiner als 30 Minuten detektiert.


Frederik Link
Entwicklung eines Verfahrens zur Ermittlung anisotroper Parameter der Erdkruste

In dieser Arbeit wird untersucht, wie Erdbebenwellen verwendet werden können, um Einblicke in das elastische Verhalten der Erdkruste zu erlangen. Ein Schwerpunkt der Analysen liegt hierbei in der Bestimmung der anisotropen Gesteinseigenschaften. Das im Rahmen der Arbeit entwickelte Verfahren ermöglicht in Zukunft auch eine verbesserte Untersuchung tieferer Regionen im Erdinneren.


Jonas Rist
Nachweis und Zerfallsraten von ICD Argon-Dimeren

In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit einem erst seit 1997 bekannten, doch überall in der Natur anzutreffenden Zerfallsprozess (dem Interatomic Coulombic Decay) und der Frage nach einer seiner grundlegenden Eigenschaften: Wie lange dauert so ein Zerfall eigentlich? Und wie hängt diese Zerfallszeit vom Abstand der teilnehmenden Teilchen ab?

 

 

Als Abschluss der Veranstaltung: Geselliges Beisammensein im Foyer mit Imbiss



Preisverleihungen des Physikalischen Vereins

Mittwoch, 21. Juni 2017, 19:30 Uhr
Verleihung von Förderpreisen des Physikalischen Vereins an junge Forscher
Öffentliche Festveranstaltung
Isis
 
Der Christian-Ernst-Neeff Umweltpreis soll an den Gründer des Physikalischen Vereins, Dr. med. Christian Ernst Neeff, erinnern und für Arbeiten mit stark interdisziplinärem Charakter über Umweltschutz und Umwelttechnik sowie technische Entwicklungen mit besonderem gesellschaftlichen Bezug vergeben werden. Er richtet sich an Amateurforscherinnen und -forscher insbesondere an Schulen.



Der Preis soll an Dr. med. Samuel Thomas von Soemmerring, Gründungsmitglied des Physikalischen Vereins und Sonnenfleckenforscher, erinnern und für astronomische Arbeiten vergeben werden. Er richtet sich an Amateurforscherinnen und -forscher insbesondere an Schulen. Der Preis kann auch an Arbeitsgruppen vergeben werden.



Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Str. 14-16, Frankfurt (Lageplan: hier)
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.